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Belp will kein Experiment

Belp bekommt keine Erbmonarchie: Die Nachfolge von Gemeindepräsident Rudolf Neuenschwander (SP) tritt SVP-Gemeinderat Benjamin Marti an.

Im zweiten Wahlgang setzte sich Benjamin Marti (SVP) gegen seinen Kontrahenten Stefan Neuenschwander (SP) durch. Marti erhielt 2085 Stimmen, Neuenschwander 1665 Stimmen. Die Stimmbeteiligung betrug 46 Prozent.(v.l.n.r Stefan Neuenschwander und Benjamin Marti)
Im zweiten Wahlgang setzte sich Benjamin Marti (SVP) gegen seinen Kontrahenten Stefan Neuenschwander (SP) durch. Marti erhielt 2085 Stimmen, Neuenschwander 1665 Stimmen. Die Stimmbeteiligung betrug 46 Prozent.(v.l.n.r Stefan Neuenschwander und Benjamin Marti)
Franziska Scheidegger

Mit Benjamin Marti (SVP) setzte sich im Kampf ums Belper Gemeindepräsidium der erfahrenere Kandidat durch. Das ist gut so. Denn mit Stefan Neuenschwander (SP) wäre die Gemeinde ein Experiment eingegangen. Der 31-Jährige wäre ohne Erfahrung als Gemeinderat gleich zum Präsidenten aufgestiegen – ein riskantes Unterfangen. Belp ist mit seinen 11'600 Einwohnern keine Minigemeinde, sondern eine Kleinstadt. Zudem hätte Neuenschwander die Nachfolge seines Vaters angetreten. Mit Verlaub: Die Schweiz hat ein demokratisches System und keine Erbmonarchie.

Marti war von Beginn weg Favorit. Ein Spaziergang war seine Wahl trotzdem nicht. Neuenschwander forderte ihn mehr als erwartet. Insbesondere als vor dem Stechen die BDP Neuenschwander zur Wahl empfahl, wurde das Klima vergiftet. Sogar SVP-Regierungsrat Christoph Neuhaus, der in Belp wohnt, griff mit einem Online-Kommentar in die Diskussion ein. Zudem holte eine alte Geschichte Marti ein. Er war vor einigen Jahren zu einer Busse verurteilt worden, weil er einen Buben geohrfeigt hatte.

Doch nun gilt es vorwärtszuschauen. Auf den neuen Gemeindepräsidenten wartet keine einfache Aufgabe. Belp steht nach starkem Wachstum gut da, die Steueranlage ist tief. Es wird jedoch schwierig, das Niveau zu halten – zumal sich die Boomjahre dem Ende zuneigen.

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