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Autobahn-Bau in Biel als Chance

Die Städte Biel und Nidau wollen die städtebauliche Begleitplanung zum Bau des A5-Westastes verfeinern und in die Ortsplanung integrieren.

Die Baustelle der Autobahn A5 in Biel. Hier wurde im Juni eine Radium-Deponie entdeckt.
Die Baustelle der Autobahn A5 in Biel. Hier wurde im Juni eine Radium-Deponie entdeckt.
Adrian Moser

Dazu beantragen sie bei ihren Parlamenten Kredite von insgesamt rund 2,5 Millionen Franken.

Die beiden Städte erwarten, dass der Bundesrat das generelle Projekt für den Westast der A5-Autobahnumfahrung von Biel in den nächsten Wochen, sicher aber noch dieses Jahr genehmigen wird. Gleichzeitig mit der Detailplanung des Kantons Bern wollen sie dann das zukünftige Aussehen der umliegenden Gebiete bestimmen.

Bestehenden Richtplan umsetzen

Vorarbeiten dazu haben sie bereits geleistet. Diese mündeten dieses Jahr in einen behördenverbindlichen Richtplan.

Auf dieser Grundlage sollen nun eigentümerverbindliche Überbauungsordnungen ausgearbeitet werden, wie der Bieler Stadtpräsident, Erich Fehr, am Donnerstag an einer gemeinsamen Medienkonferenz der beiden Städte in Nidau erklärte. Wo dies noch nicht möglich ist, würden Zonen mit Planungspflicht erlassen.

«Jetzt werden die Weichen für die künftige Entwicklung gestellt», betonte die Nidauer Stadtpräsidentin, Sandra Hess. Es gelte, die Chancen zu nutzen, die sich für einzelne Quartiere durch den Autobahnbau ergäben.

Schwierige Integration

«Die ganz grosse städtebauliche Herausforderung ist die überdeckte Halbtieflage im Weidteilequartier», sagte der Nidauer Stadtverwalter, Stephan Ochsenbein. Dort fällt die Trennwirkung des Verkehrs auf der heutigen Autostrasse weg. Dafür ragt ein Betonkasten aus dem Boden.

Für Biel stelle sich die Frage, wie der Halbanschluss am Jurafuss möglichst gut in die Felslandschaft von nationaler Bedeutung und in das Erholungsgebiet Strandboden eingefügt werden könne, erläuterte der Bieler Stadtplaner, François Kuonen. In diesem Sektor befindet sich auch der Hauptsitz der Swatch Group.

Eine Neugestaltung drängt sich für zwei Quartierteile zwischen Bahnhof und See auf. Dort müssen für den Bau der weitgehend unterirdisch verlaufenden Autobahn und eines Zubringers etliche ältere Gebäude abgerissen werden. Dies schafft die Gelegenheit, das Gebiet mit neuen Strukturen aufzuwerten.

Verbesserungen für den Langsamverkehr

Teil der Planung sind bessere Verbindungen für Velofahrer und Fussgänger. Fehr wies auf einen Veloweg hin, der in eine neue Bahnhofunterführung auf der Südostseite integriert werden soll. Damit soll der Veloverkehr vom motorisierten Verkehr beim Autobahnanschluss Bienne Centre getrennt werden.

Da einige Planungsgebiete beide Städte betreffen, betreiben sie die Planung gemeinsam. Die Kosten betragen gut 1,5 Millionen Franken für Biel und knapp 975«000 Franken für Nidau. Die Stadtparlamente werden in zwei Wochen über die Kreditanträge befinden.

Die beiden Städte erwarten, dass Bund und Kanton ungefähr 40 Prozent der Kosten übernehmen werden. Die Bauarbeiten für den A5-Westast werden voraussichtlich 2019 beginnen und 2028 abgeschlossen sein.

(SDA)

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