Auch Rougemont stimmt dem Rettungsplan für Bergbahnen Gstaad zu

Als letzter grosser Aktionär hat die Gemeinde Rougemont VD am Dienstagabend dem Sanierungsplan der überschuldeten Bergbahnen von Gstaad zugestimmt.

Blick ins Gstaader Skigebiet. (Archiv)

Blick ins Gstaader Skigebiet. (Archiv)

(Bild: zvg)

Damit ist der Weg frei für eine Rekapitalisierung der Bergbahnen Destination Gstaad AG.

Das Gemeindeparlament von Rougemont stimmte den Sanierungsmassnahmen in der Höhe von rund 8 Millionen Franken mit 28 gegen 1 Stimmen zu, wie die Gemeinde am Mittwoch auf Anfrage mitteilte.

Im September hatten bereits die Gemeinden Saanen und Zweisimmen grünes Licht zum Sanierungsplan erteilt. Saanen, zu der auch die Ferienorte Gstaad, Schönried und Saanenmöser gehören, leistet einen Sanierungsbeitrag von fast 33 Millionen, Zweisimmen rund 2,5 Millionen Franken.

Die Bergbahnen sind einer der wichtigen Wirtschaftsmotoren der Tourismusregion. Nach verschiedenen Restrukturierungs- und Konzentrationsprojekten wies das Stimmvolk von Saanen vor einem Jahr zunächst ein weiteres, millionenschweres Sanierungspaket zurück.

Mit dem neusten Konzept ist ein Kapitalschnitt verbunden, um die Schuldenlast markant zu senken. Geld verlieren vorab die Gemeinden, aber auch die Kantone Bern und Waadt sowie Private.

Das Aktienkapital soll um 85 Prozent herabgesetzt und das Unternehmen anschliessend rekapitalisiert werden. Neu werden nicht mehr die Gemeinden die Aktienmehrheit halten, sondern Private. Zwei Investoren, der in Saanen ansässige Unternehmer Ernesto Bertarelli und eine Investorengruppe, sollen rund 28 Millionen Franken einbringen.

Die Kapitalmassnahmen werden am 28. Oktober der Generalversammlung der Bergbahnen Destination Gstaad AG (BDG) zur Genehmigung vorgelegt.

gbl/sda

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