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Allmendingen wird als Standort für BLS-Depot geprüft

Obwohl der Standort Allmendingen bereits verworfen wurde, prüft die Begleitgruppe ihn nochmals – weil es die Stadt Bern fordert.

Die Begleitgruppe «Werkstätte BLS» prüft den Standort Allmendingen nochmals.
Die Begleitgruppe «Werkstätte BLS» prüft den Standort Allmendingen nochmals.
Valérie Chételat

Die Begleitgruppe «Werkstätte BLS» lässt nun auch den Standort Allmendingen im Detail prüfen. Damit kommt die Begleitgruppe einer Forderung der Stadt Bern entgegen.

Eigentlich hatte die Begleitgruppe den Standort Allmendingen bereits geprüft - und verworfen. Dieser sei ungeeignet, weil im Grünen gelegen, teilte sie noch im Juli mit. So würde die Zersiedelung gefördert.

Gute Noten für Standort

Auf den Entscheid zurück kommt die Begleitgruppe nun wegen einem Gutachten von ETH-Professor Ulrich Weidmann, wie sie am Donnerstag mitteilte. Dieses hat dem Standort Allmendingen gute Noten erteilt. Weidmann hat das Gutachten im Auftrag der Stadt Bern erstellt. Die Begleitgruppe empfing Weidmann am Donnerstag zu einem Gespräch.

Die Standorte in Bern West, Konolfingen und in Thun seien damit aber nicht vom Tisch, schreibt die Begleitgruppe in ihrer Mitteilung. Die vertiefte Prüfung Allmendingens bedeute keinen Entscheid für oder wider einen Standort.

Für die Stadt Bern ist der Entscheid der BLS-Begleitgruppe dennoch ein Erfolg. Sie wehrte sich von Beginn an gegen den Standort Riedbach, wo die BLS am liebsten ihre neue Werkstätte bauen möchte.

Weniger Freude dürfte der Entscheid in Allmendingen auslösen. Der Allmendinger Gemeinderat Patrick Linder machte bereits nach Erscheinen des ETH-Gutachtens klar, dass die seinerzeit ins Leben gerufene Taskforce gegen die BLS-Werkstätte reaktiviert werde.

Sturm der Entrüstung

Zurzeit prüft die Begleitgruppe mehrere Standorte im Westen Berns (unter anderem den Standort Riedbach) sowie die Standorte Konolfingen und Thun. Allerdings hat sich das Gutachten von Weidmann gegen die letzten beiden Standorte ausgesprochen.

Im Dezember 2014 entschied die BLS, ihre Werkstätten auf zwei Standorte zu konzentrieren, Spiez und einen Neubau im Raum Bern. Der Neubau werde nötig, weil etwa ab 2020 die von der SBB gemietete Werkstätte in der Berner Aebimatt wegfalle, begründete die BLS damals den Entscheid.

Im März 2015 wurde bekannt, dass die BLS im Weiler Buech beim Bahnhof Riedbach den Neubau realisieren will. 20 Grundeigentümer müssten dafür Land geben. Mitten auf dem 20 Hektar grossen Areal steht ein Bauernhof. Ein Sturm der Entrüstung brach los. Daraufhin stimmte die BLS der Bildung einer unabhängigen, politisch breit abgestützten Begleitgruppe zu.

(SDA)

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