Weitere Privatklinikgruppe im Raum Bern

Die Siloah AG in Gümligen verkauft ihre Chirurgie an die Klinikgruppe Swiss Medical Network und konzentriert sich auf Altersmedizin.

Das Siloah-Spital in Gümligen.

Das Siloah-Spital in Gümligen. Bild: Franziska Rothenbühler

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Gesundheit Bei den Spitälern ist vieles in Bewegung. Jetzt tritt in der Region Bern eine weitere Privatklinikgruppe auf. Die Siloah AG in Gümligen verkauft ihren chirurgischen Betrieb an die Privatspitalgruppe Swiss Medical Network. Sie wird sich künftig auf die Geriatrie und die Langzeitpflege konzentrieren. Die Gruppe Swiss Medical Network, die früher Genolier Swiss Medical Network hiess, übernimmt gemäss Mitteilung das ärztliche, pflegerische und administrative Personal der Chirurgie und investiert in den nächsten drei Jahren fünf bis zehn Millionen Franken in die Spitalinfrastruktur. Für das Personal ändern sich die Arbeitsbedingungen nicht, wie Verwaltungsratspräsident Raymond Loretan sagt: «Wir übernehmen die bestehenden Arbeitsverträge.» Auch der Name Siloah bleibe.

Ausbau der Geriatrie

«Unser Schwerpunkt liegt in der Altersmedizin», sagt Martin Gafner, Verwaltungsratspräsident der Siloah AG. «Bei der Frage, in welchen Bereich wir investieren wollen, haben wir uns deshalb für die Altersmedizin entschieden und beschlossen, für den chirurgischen Bereich einen starken Partner zu suchen.» Mit Swiss Medical Network sei man rasch einig geworden.

Von den 720 Mitarbeitenden der Siloah wechseln rund 120 zur neuen Gruppe. Ein Gebäude mit Operationssälen und gut 30 Betten geht gemäss Mitteilung im Baurecht an Swiss Medical Network. Auf der Spitalliste des Kantons Bern werde der chirurgische Bereich weiterhin bleiben. Zahlen zum Verkauf werden nicht genannt. Das Geld verwende man für die Tilgung der langfristigen Verpflichtungen und für den Ausbau der Geriatrie, schreibt die Siloah. Dort soll die Anzahl Betten von 70 auf 80 bis 90 erhöht und die Zusammenarbeit mit der Lindenhofgruppe fortgesetzt werden. Man habe mit der Lindenhofgruppe über ein mögliches Kaufinteresse Gespräche geführt, sagt Gafner auf Anfrage. Die Gruppe habe aber kein Interesse signalisiert, sie habe bereits drei Standorte.

Neuer CEO

Der Verkauf zieht einen personellen Wechsel nach sich: Der bisherige CEO Thomas Straubhaar übergibt die Leitung der Siloah AG an Jon Lory, Facharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt Geriatrie. Lory arbeitet seit 2015 bei der Siloah.

Swiss Medical Network ist eine Tochtergesellschaft von Aevis Victoria, zu der auch die Hotelgruppe Victoria-Jungfrau Collection gehört. Die Privatspitalgruppe umfasst neu 17 Kliniken in der Schweiz. Sie hatte kürzlich auch die Klinik Linde in Biel übernehmen wollen, die aber schliesslich an die Privatklinikgruppe Hirslanden ging. Beide Privatspitalgruppen verfolgen eine Wachstumsstrategie. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 07.09.2018, 08:17 Uhr

Artikel zum Thema

Siloah spannt mit Münsingen zusammen

Die Klinik Siloah will künftig eng mit dem Psychiatriezentrum Münsingen (PZM) zusammenarbeiten. Mehr...

Lindenhof und Siloah vereinbaren Kooperation

Die Berner Lindenhofgruppe und die Klinik Siloah wollen künftig eng zusammenarbeiten. Mehr...

Muri zu Gast bei Flüchtlingen

Die Asylunterkunft Siloah öffnete gestern die Tore für die Öffentlichkeit – die Bewohner kamen mit der Muriger Bevölkerung in Kontakt. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Werbung

Immobilien

Kommentare

Die Welt in Bildern

Mit geschwellter Brust: Ein Mann aus Indien zeigt bei einem Wettbewerb für die beeindruckendste Gesichtsbehaarung stolz seinen Schnurrbart. Der Wettbewerb fand am Rande des jährlichen Kamel Festivals in der nordindischen Wüstenstadt Pushkar statt. (20. November 2018)
(Bild: Himanshu SHARMA ) Mehr...