Subway will in Bern zwei weitere Filialen eröffnen

Die Sandwich-Kette expandiert aggressiv: In Interlaken eröffnet sie ihren ­zwanzigsten Schweizer Ableger – zehn weitere sollen folgen.

Heisshunger am Eröffnungstag: Im Wankdorf-Center hat sich Subway bereits niedergelassen.

Heisshunger am Eröffnungstag: Im Wankdorf-Center hat sich Subway bereits niedergelassen.

(Bild: sul)

Adrian Sulc@adriansulc

Die Rösti- und Fondue-Restaurants in ­Interlaken haben am Freitag neue Konkurrenz erhalten: Die US-amerikanische Sandwich-Restaurantkette Subway hat an der Marktgasse eine Filiale eröffnet. Hierzulande ist es exakt die zwanzigste – weltweit bereits Nummer 42 125. ­Subway ist nach Anzahl der Filialen noch vor McDonald’s die grösste Fastfood-Kette auf dem Planeten.

In der Schweiz hat Subway jedoch noch Aufholpotenzial. McDonald’s zählt hierzulande 157, Burger King 34 und Starbucks über 50 Lokale. Nun will die Sandwich-Kette aufholen – und bis Ende Jahr auf 30 Lokalitäten kommen, wie sie gestern mitteilte. Das heisst: Zehn neue Filialen in einem halben Jahr. Nach dem Start in Interlaken und jenem im Berner Wankdorf-Einkaufszentrum vor zwei Wochen stehen demnächst ­Eröffnungen in Bulle und Basel an. Und auch in der Stadt Bern will Subway noch dieses Jahr gleich zwei weitere Lokale in Betrieb nehmen, wie die Pressestelle bestätigt. Wo, will das Unternehmen noch nicht bekannt geben, da die Mietverträge noch nicht unterschrieben seien.

Im ersten Anlauf gescheitert

Bereits seit letztem Jahr ist die Kette im Shoppyland Schönbühl und in Biel vertreten. In den Schweizer Markt eingetreten ist Subway bereits Mitte der 90er-Jahre – mit dem Ziel, 50 Restaurants zu eröffnen. Doch das Vorhaben scheiterte, Subway verliess die Schweiz bald wieder und kehrte erst 2007 zurück. Für jede seiner Filialen benötigt der US-Konzern einen Franchise-Nehmer, einen selbstständigen Unternehmer, der die Filiale auf eigenes Risiko führt und eigenes Geld investieren muss. Gleichzeitig sieht das bei vielen Fast-Food-Ketten ­angewendete Franchising-Prinzip kaum unternehmerische Freiheiten vor. Die Gestaltung des Sortiments oder die Preisgestaltung wird von der Zentrale bestimmt.

2011 berichtete das ZDF kritisch über Subway in Deutschland, weil das Unternehmen von seinen Franchise-Nehmern konsequent 12,5 Prozent des Umsatzes einforderte, diesen bei Problemen aber kaum Hilfe anbot – auch wenn sie rote Zahlen schrieben und in der Folge ihr Geschäft aufgeben mussten und ihr Kapital verloren.

Subway-Gründer Fred De Luca eröffnete 1965 im US-Bundesstaat Conneticut sein erstes Sandwich-Lokal und ist heute Milliardär. Seine Idee, die Sandwiches jeweils vor den Augen des Kunden zuzubereiten, hat bis heute Bestand. Von den Sandwiches in Baguette-Form ist auch der Name Subway abgeleitet: Weil sie ­einem U-Boot gleichen, werden sie in den USA Submarine-Sandwich genannt.

Der Bund

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