Seit 60 Jahren hat die Kirche Gümligen einen Kunstschatz

Dank glücklicher Umstände kam die reformierte Gümliger Kirche 
zu Glasfenstern des Künstlers Max von Mühlenen.

«Liebe»: Fenster in der Kirche Gümligen.

«Liebe»: Fenster in der Kirche Gümligen.

(Bild: Christoph Knoch)

Markus Dütschler

Für das Gümliger Kirchenvolk sind die Fenster ein selbstverständlicher Teil des Interieurs. Auswärtige jedoch kommen oft einzig deshalb nach Gümligen, um die Werke des Künstlers Max von Mühlenen zu betrachten. Seit 60 Jahren trennen beziehungsweise verbinden seine Werke Draussen und Drinnen.

Der Maler und Glasmaler Max von Mühlenen, geboren 1903 in Bern, gehörte zu den bedeutenden Vertretern der Abstrakten Malerei nach dem Zweiten Weltkrieg. Bis zu seinem Tod 1971 betrieb er eine Malschule, welche ab 1964 an die Kunstgewerbeschule der Stadt Bern angegliedert wurde. Dreimal erhielt der Maler den Kunstpreis der Stadt Bern: 1942, 1947 und 1948. Max von Mühlenen war Mitglied verschiedener regionaler und nationaler Kunstkommissionen. Weitere Werke des Künstlers befinden sich im Bremgartenfriedhof (ein gemeinsames Werk mit Peter Stein), in der Kirche Bolligen, in der katholischen Kirche im Inselspital und in der Thomaskirche im Liebefeld.

Es bedurfte in den 1950er-Jahren der umsichtigen Führung des Präsidenten der Baukommission Wilhelm Nägeli, damit die Kirche zu diesem Schmuck kam, hinzu kam eine grosszügige Spende der Familie von Tscharner, die damals im Schloss Gümligen wohnte.

Predigt zu Fensterthemen

Pfarrer Christoph Knoch stellt morgen die Fenster, welche biblische Themen darstellen, ins Zentrum seiner Predigt, hauptsächlich ein Motiv: «Glaube, Liebe, Hoffnung». Der Gottesdienst wird mitgestaltet von Eric Nünlist an der Orgel und Silvia Stampfli, die Handglocken erklingen lässt.

Nach dem Gottesdienst gibt es eine Ausstellung mit Skizzen und Entwürfen von Max von Mühlenen, welche erst kürzlich entdeckt worden sind. Die Kunsthistorikerin Henriette Mentha aus Muri, die am Kunstmuseum Basel tätig ist, würdigt von Mühlenens Schaffen. Um 12 Uhr folgt ein Glockenkonzert mit Eric Nünlist und der Musikpädagogin Silvia Stampfli. Rreformierte Kirche Gümligen, Gottesdienst mit dem Thema Kirchenfenster, morgen Sonntag, 10 Uhr.
Internet: www.rkmg.ch

Der Bund

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