Neuer Tunnel auf der Bahnstrecke nach Grindelwald eingeweiht

Auf der Bahnstrecke zwischen Zweilütschinen und Grindelwald ist am Freitag der neue 700 Meter lange Buechitunnel eingeweiht worden.

Einer der ersten Züge im neuen Buechitunnel.

Einer der ersten Züge im neuen Buechitunnel.

(Bild: zvg)

Bisher mussten die Züge dort enge Kurven mit Radien im Bereich von 100 Metern bewältigen. Die Bahnstrecke führte zudem durch einen sanierungsbedürftigen Tunnel mit angebauter Galerie. Die Abschnitte vor und nach dem Tunnel waren Naturgefahren ausgesetzt, im Winter etwa Lawinen, im Sommer Murgängen und Steinschlag.

Der neue Tunnel bietet nun besseren Schutz vor Naturgefahren und verringert damit das Risiko für Betriebsunterbrüche. Er entschärft den gefährlichsten Abschnitt der Strecke. Für die Berner Oberland-Bahnen ist der Buechitunnel «das bedeutendste Projekt seit dem Doppelspurausbau vor rund 15 Jahren», wie es in einer Mitteilung vom Freitag heisst.

Der Spatenstich für den Buechitunnel erfolgte 2013. Im Dezember 2014 feierten die Mineure den Durchstich. Die Arbeiten waren wegen vertikal zerklüftetem Fels und Lehmeinschlüssen nicht ganz einfach.

Ein Sprengvortrieb kam nicht in Frage und so musste der gesamte Tunnel im aufwändigeren Rohrschirmvortrieb ausgebrochen werden. Dies erhöhte die Projektkosten von 36 auf rund 40 Millionen Franken. Der Endtermin für den Bau konnte eingehalten werden.

Die Berner Oberland-Bahn wird ab Samstag auf der Strecke von Interlaken nach Grindelwald fahrplanmässig durch den Tunnel verkehren.

spr/sda

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