Keine Baubewilligung für umstrittene Handyantenne

Das Verwaltungsgericht pfeift das Mobilfunkunternehmen Orange zurück: Dieses darf die umstrittene Handyantenne in der Berner Vorortsgemeinde Bremgarten nicht aufstellen.

Hier war die Handyantenne geplant: Das Haus an der Lindenstrasse in Bremgarten.

Hier war die Handyantenne geplant: Das Haus an der Lindenstrasse in Bremgarten.

(Bild: Adrian Moser)

Orange darf in Bremgarten keine Handyantenne installieren: Das kantonale Verwaltungsgericht hat eine Beschwerde von Anwohnern gegen das Bauvorhaben gutgeheissen.

Umstritten war, ob die geplante Mobilfunkanlage an der Lindenstrasse gegen das kommunale Baureglement verstösst. Der Regierungsstatthalter hatte bereits die Baubewilligung erteilt. Die Beschwerde der Anwohner gegen diesen Entscheid wies dann die kantonale Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion ab.

Daraufhin gelangten die Anwohner ans Verwaltungsgericht. Dieses hält die Mobilfunkanlage in der geplanten Form für nicht bewilligungsfähig, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Urteil zu entnehmen ist.

Verschandelung des Ortsbildes

Demnach würde die Anlage den im Baureglement vorgeschriebenen Mindestabstand zum Dachfirst deutlich unterschreiten. Die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion habe zu Unrecht entschieden, dass die vorgeschriebenen Dachabstände auf die Handyantenne nicht anwendbar seien, schreibt das Verwaltungsgericht. Deshalb sei die Baubewilligung zu verweigern.

Die Einsprecher hatten eine Gefährdung der Gesundheit durch elektromagnetische Strahlung befürchtet. Sie machten zudem geltend, die Gesuchsunterlagen seien unvollständig und die Mobilfunkanlage würde das Ortsbild verschandeln.

bs/sda

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