In Ostermundigen wird nicht nachgezählt

In Ostermundigen werden die Resultate der Gemeinderatswahl nicht nachgezählt, so will es der neue Gemeinderat.

Wollen keine Neuauszählung: Iten (parteilos), Riesen (SP), Panayides (SVP)- die gewählten Gemeinderäte von links nach rechts.

Wollen keine Neuauszählung: Iten (parteilos), Riesen (SP), Panayides (SVP)- die gewählten Gemeinderäte von links nach rechts.

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In Ostermundigen werden die Resultate der Gemeinderatswahl vom Sonntag nicht nachgezählt. Das hat der Gemeinderat am Dienstagabend beschlossen. Er ist der Ansicht, dass für eine Nachzählung kein Grund bestehe.

Am Sonntag gelangte ein Stapel mit 162 unveränderten CVP/GLP-Listen in ein Couvert mit EVP-Listen. Die Gemeindeverwaltung gab deshalb erst bekannt, CVP-Gemeinderat Synes Ernst sei abgewählt, EVP-Gemeinderat Gerhard Baumgartner hingegen bestätigt. Einem CVP-Parteivertreter fiel aber auf, dass die Gemeinde nur 15 unveränderte CVP/GLP-Wahllisten vermerkte. In der Folge stiessen die Behörden auf die falsch eingeordneten Wahllisten und korrigierten am Montag das Resultat. Ernst ist nun gewählt, Baumgartner abgewählt.

EVP liebäugelt mit Beschwerde

Der Gemeinderat teilte gestern mit, es sei überprüft worden, ob alle unveränderten Wahllisten den richtigen Parteien angerechnet worden seien. Das sei der Fall. Da die CVP/GLP die EVP nicht «ausserordentlich knapp» geschlagen habe, rechtfertige auch die Stimmendifferenz keine Nachzählung. Die EVP hat zehn Tage Zeit, falls sie die Wahl mit einer Beschwerde anfechten will. Gerhard Baumgartner von der EVP sagte gestern, die EVP denke in der Tat über eine Wahlbeschwerde nach. Dies aber nicht bezüglich des Resultats. Dieses akzeptierten er und seine Partei. Die EVP habe aber Bedenken zur Art und Weise, wie die Gemeindeverwaltung am Montag die Wahlzettel kontrolliert habe – nämlich in einer ersten Phase allein. Ob die EVP eine Beschwerde einreichen werde, sei aber noch offen.

Riesen nicht in Gemeinderat

Am Sonntag ging in Ostermundigen auch der erste Wahlgang der Gemeindepräsidiumswahlen über die Bühne. Aliki Panayides (SVP) gewann vor Thomas Iten (parteilos) und Norbert Riesen (SP). Dieser gab noch am Sonntag bekannt, zum zweiten Wahlgang vom 16. Dezember trete er nicht mehr an. Riesen verzichtet nun auch auf den Sitz im Gemeinderat, den er erhalten hätte, falls Panayides Gemeindepräsidentin wird. Er lässt dem abgewählten SP-Gemeinderat Andreas Thomann den Vortritt. Riesen macht aber im Gemeindeparlament weiter. (Der Bund)

Erstellt: 29.11.2012, 08:49 Uhr

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