«Das Kommen von Jesus ist das grösste Geschenk»

Der Unternehmer und Christ Jürg Opprecht glaubt, dass Weihnachten ein wichtiges Ereignis sei, das eine neue Zeitrechnung eingeläutet habe – und ein Geschenk, das grösser sei als alles, was auf den Gabentischen liege.

Adventskranz im Büro: Der Unternehmer und Hobby-Kunstmaler Jürg Opprecht mit einem selbst gemalten Bild.

Adventskranz im Büro: Der Unternehmer und Hobby-Kunstmaler Jürg Opprecht mit einem selbst gemalten Bild.

(Bild: Adrian Moser)

Markus Dütschler

Weihnachten ist für mich ein Freudenfest, das an die Geburt von Jesus Christus erinnert. Die Engel verbreiteten die Botschaft: «Fürchtet euch nicht, denn ich verkündige euch grosse Freude.» Sein Kommen ist ein Geschenk, wohl das grösste, das wir erhalten können. Der Kommerz hat die eigentliche Bedeutung von Weihnachten etwas vernebelt. Wir feiern Weihnachten in der Familie, weshalb wir am Feiertag selbst keinen Gottesdienst besuchen – anders als an vielen Sonntagen im Jahr. Im Familienkreis beschenken wir uns, legen aber eine Obergrenze fest.

An Minderbemittelte denken

Damit will ich niemandem Vorschriften machen. Jeder soll Weihnachten feiern, wie er will. Ich weiss, dass es Menschen gibt, die wegen der Kommerzialisierung ganz auf das Feiern verzichten. Mich persönlich hält die Verzerrung des Weihnachtsgedankens nicht davon ab, das Fest zu feiern. Für mich ist die Adventszeit, in der wir jetzt stehen, auch eine Zeit der Besinnung. Besonders jetzt wird mir bewusst, dass es Menschen gibt, die in Einsamkeit und Not sind. Für sie ist diese festliche Zeit schwer zu ertragen.

Man soll zur Weihnachtszeit an Minderbemittelte denken, aber man sollte das Engagement nicht auf diese Zeit beschränken. Mir als Unternehmer macht es grosse Freude, dass ich mit unserer Stiftung BPN Geschäftsgründern helfen kann, eigene Firmen aufzubauen, zum Beispiel in Afrika oder in Zentralasien. Wir ermutigen sie, ihre Geschäfte nach ethischen Regeln zu tätigen. Sie schaffen Arbeitsplätze, wodurch auch für andere eine Existenz möglich wird.

Eine enorme Vielfalt

Weihnachten ist ein Fest, das auch Menschen feiern, die andere christliche Feiertage nicht begehen und deren Bedeutung oft nicht kennen. Weihnachten ist einfach zu verstehen, denn es ist etwas Schönes, wenn ein Kind geboren wird. Als Christ weiss ich, dass dieses Jesuskind als erwachsener Mann gekreuzigt worden ist. Der Karfreitag ist ein trauriger Gedenktag. Er wird aber gefolgt von Ostern, dem Fest der Auferstehung Jesu. Es ist die Vollendung des Werks des Messias. Ich finde es schon bemerkenswert, dass unsere Zeitrechnung die Geburt Jesu als Referenzpunkt nimmt.

Manche Christen lehnen die Evolutionstheorie strikte ab. Ob die Entstehung der Welt auf diese Weise vor sich ging oder ob Gott die Welt in sieben Tagen erschaffen hat, ist für mich nicht wirklich entscheidend. Der Schöpfer hat sie auf jeden Fall in einer enormen Vielfalt erschaffen. Es mussten unzählige Faktoren stimmen, damit wir auf diesem Planeten leben können: Da war ein brillanter und liebender Architekt am Werk, davon bin ich überzeugt. Für mich ist das ein Grund, ihm im Gebet täglich zu danken.

Der Bund

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt