Bieler Aboverbund zigzag verschwindet - Libero übernimmt

Mit dem Fahrplanwechsel von Mitte Dezember verschwindet in der Region Biel-Grenchen-Berner Jura der Aboverbund zigzag.

Der Bieler Aboverbund zigzag verschwindet. Libero übernimmt.

Der Bieler Aboverbund zigzag verschwindet. Libero übernimmt. Bild: Valérie Chételat

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Mit dem Fahrplanwechsel von Mitte Dezember verschwindet in der Region Biel-Grenchen-Berner Jura der Aboverbund zigzag. Er geht im bernisch-solothurnischen Libero-Tarifverbund auf. Damit wird für Personen, die in diesen Regionen unterwegs sind, das Reisen einfacher. Wer beispielsweise von Courtelary im Berner Jura zum Spitalzentrum Biel will, muss bald nur noch ein Billett kaufen, nicht mehr zwei wie heute. Nur noch die Anzahl Zonen, die man durchquert, ist für den Kauf des Tickets ausschlaggebend, nicht mehr die genaue Strecke und die Transportmittel.

Auch wer etwa von einem Bieler Aussenquartier an den Berner Eigerplatz reist, muss ab dem 14. Dezember nur noch ein Billett lösen, selbst wenn er auf dieser Reise Bus, Schnellzug und Tram benutzt. Das gaben die Verantwortlichen der beiden Tarifverbünde am Donnerstag in Biel vor den Medien bekannt. Der Bieler Aboverbund zigzag wird in den Libero-Tarifverbund integriert, weil die beiden Kantone Bern und Solothurn so den öffentlichen Verkehr noch attraktiver machen wollen. Sie erhöhen deshalb ihre jährlichen Beiträge um zusammen 2,5 Millionen Franken.

Vor zehn Jahren entstand der Libero-Tarifverbund aus der Fusion der Tariverbünde Bern («Bäre-Abi») und Solothurn («Frosch-Abo».) Mit der Integration des Zigzag-Aboverbunds wächst der Libero-Tarifverbund um 18 Zonen auf neu 91 an und deckt ein Gebiet ab, in dem mehr als 900'000 Personen leben. Er wird damit auch zweisprachig.

Teilweise massive Preisänderungen

Die Integration des Aboverbunds zigzag in den Libero-Tarifverbund führt zu teilweise massiven Preisänderungen. So wird ab Mitte Dezember eine Einzelfahrt von Biel nach Pieterlen 60 Prozent mehr kosten, anderseits eine Einzelfahrt von Biel nach Les Breuleux JU 38 Prozent weniger. Auch bei den Abonnementen ändert sich viel. Sie werden in der Regel etwas teurer. Insgesamt werde sich das Preisniveau im Libero-Gebiet aber nicht erhöhen, sagte Bernd Leckebusch, Geschäftsführer des Aboverbunds zigzag. Dies abgesehen von einer dreiprozentigen Tariferhöhung, die schweizweit gilt.

Im bisherigen Gebiet des Aboverbunds zigzag gelten weiterhin tiefere Abonnementspreise als im übrigen Libero-Gebiet. Alle Zigzag-Abos bleiben bis zu ihrem Ablauf gültig. Eine Billett-Sonderregelung wird es für die Bieler Innenstadt und Nidau (Zone 300) geben.

Solothurn komplett abgedeckt, Bern nicht

Grenchen und Bettlach waren laut Ludwig Dünbier vom Amt für öffentlichen Verkehr des Kantons Solothurn bisher die einzigen solothurnischen Gemeinden, die noch nicht in einem Perimeter eines integrierten Verkehrsverbunds lagen. «Nun verschwindet dieser letzte weisse Fleck.» Grenchen und Umgebung gehörten allerdings schon bisher bei den Abonnementen zum Libero-Tarifverbund.

Noch nicht so weit ist der Kanton Bern. Ulrich Seewer vom bernischen Amt für öffentlichen Verkehr sagte am Rand der Medienkonferenz, kurz- und mittelfristiges Ziel sei, den Libero-Tarifverbund auf das ganze Gebiet der Berner S-Bahn auszudehnen. Das heisst: bis nach Thun und laut Seewer ein Stück darüber hinaus bis etwa Spiez. (mer/sda)

Erstellt: 23.10.2014, 10:48 Uhr

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