Belp: Klares Ja für ein eigenes Schloss mit öffentlichem Park

Am Sonntag sagten die Belper Stimmbürgerinnen und Stimmbürger Ja zum Schlosskauf. Dieser Entscheid kam für alle Beteiligten nicht sehr überraschend.

Gekauft: Das Belper Stimmvolk hat dem Kauf des Schloss Belp zugestimmt.

Gekauft: Das Belper Stimmvolk hat dem Kauf des Schloss Belp zugestimmt.

(Bild: Franziska Scheidegger (Archiv))

«Es ist eine gefreute Sache», sagte Gemeindepräsident Rudolf Neuenschwander (SP) gestern nach Bekanntgabe der Abstimmungsresultate. «Der Gemeinderat fühlt sich in seiner Politik bestätigt und unterstützt.» Und insgeheim sei dieser Entscheid nicht sonderlich überraschend gekommen, da im Vorfeld wenige kritische Stimmen zu vernehmen waren. Einzig die Grünliberale Partei Belp gab die Nein-Parole heraus. «Wir sind ob dem Resultat nicht überrascht», sagt GLP-Präsident Christoph Curchod. «Trotzdem hätten wir uns einige Nein-Stimmen mehr gewünscht.» Doch die emotionale Bindung der Belperinnen und Belper zum Schloss sei wohl doch grösser, als die Partei im Vorfeld angenommen habe. Bei einer Stimmbeteiligung von 41 Prozent sagten 2533 Stimmende Ja zum Kauf des Schlosses, lediglich 587 Stimmende legten ein Nein in die Urne.

Unumwunden gibt Neuenschwander zu, dass der Kauf auch eine Imageangelegenheit ist. «Doch die Arbeit für uns beginnt erst jetzt.» Bis Mitte 2014 soll der Umbau abgeschlossen sein. «Unser Ziel ist, dass die Musikschule Region Gürbetal spätestens Mitte 2014 einziehen kann und der Park zu diesem Zeitpunkt der Öffentlichkeit zugänglich ist», sagt Neuenschwander. Ideen für letzteres Vorhaben seien bereits vorhanden.

Gesicherte Finanzierung

Der Rahmenkredit für den Schlosskauf sowie die Umsetzung des Umbau- und Nutzungskonzepts beträgt 5,35 Millionen Franken – 3 Millionen Franken für den Kauf, 2,35 Millionen Franken für den bevorstehenden Umbau. Gemäss Grundbuchauszug umfasst die Liegenschaft eine Fläche von 11 535 Quadratmeter. Alleine die Gartenanlage schlägt mit einer Fläche von 7074 Quadratmeter zu Buche. Die Unterhalts- und Betriebskosten werden im nächsten Jahrzehnt 635 000 Franken pro Jahr betragen. Aktuell sind für die Zukunft als Einnahmen die Mietzinse der Musikschule und des Tennisclubs Belp bekannt. Diese machen rund 87 000 Franken aus. Den restlichen Betrag wird die Gemeinde mit den entsprechend vorhandenen Mitteln übernehmen.

Der Bund

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