Anonymes Flugblatt stiftet in Ostermundigen Verwirrung

Wenige Tage vor der Entscheidung um das Gemeindepräsidium ist ein gegen Thomas Iten gerichteter Flyer aufgetaucht.

Im Lager von Thomas Iten ist man erbost: Ein gegen den Gemeinderatskandidaten gerichtetes Flugblatt landete in den Ostermundiger Briefkästen.

Im Lager von Thomas Iten ist man erbost: Ein gegen den Gemeinderatskandidaten gerichtetes Flugblatt landete in den Ostermundiger Briefkästen.

(Bild: Manu Friederich)

Simon Wälti

Im Lager von Thomas Iten ist man erbost. Das Unterstützungskomitee kritisiert die Flugblätter, die in den Briefkästen der Ostermundigerinnen und Ostermundiger gelandet sind. Sie erweckten mit dem Gemeindewappen und der Überschrift «Wahlhilfe Ostermundigen» den Anschein einer offiziellen Mitteilung, sagt Rolf Rickenbach, Mitglied des Unterstützungskomitees. Das Flugblatt richte sich gegen Thomas Iten.

Auf dem Flyer sind die möglichen Auswirkungen des zweiten Wahlgangs vom nächsten Sonntag auf die Zusammensetzung des siebenköpfigen Gemeinderats dargestellt. Der springende Punkt: Bei einer Wahl von Aliki Panayides (SVP) als Gemeindepräsidentin wäre die SP mit Regula Unteregger und Andreas Thomann im Gemeinderat vertreten. Falls aber Thomas Iten (parteilos, früher SP) gewählt würde, dann müsste Andreas Thomann verzichten, weil er auf der Liste von SP/Grüne, die ein Restmandat eroberte, das schlechteste Resultat erzielte.

«Flyer ist unfair»

Rickenbach bezeichnet den anonymen Flyer als unfair. «Das Hauptproblem ist, dass niemand dazu stehen will.» Wer das Flugblatt verfasst hat, ist nicht bekannt. «Es muss sich um jemanden handeln, der Panayides unterstützen will», vermutet Rickenbach. Aliki Panayides hingegen traue er dies nicht zu, er habe sie als faire Wahlkämpferin kennen gelernt.

Das Flugblatt endet mit der Frage «Wollen auch Sie einen Sitz mehr für echte Zuverlässigkeit für alle – statt für wenige?» Für alle statt für wenige ist der offizielle Slogan der SP Schweiz. Die SP Ostermundigen habe mit dem Flugblatt aber nichts zu tun, betont Vorstandsmitglied Peter Blaser.

Der Bund

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