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Keine Verwahrung für Langenthal-Mörder – aber verlängerte Haftstrafe

Wegen Mordes an einer Prostituierten in Langenthal muss der Täter 20 Jahre ins Gefängnis. Das Obergericht sieht – anders als die Vorin­stanz – von Verwahrung ab.

Sicht auf das Obergericht des Kantons Bern, an welchem der Mann, der vor vier Jahren in Langenthal eine Prostituierte brutal ermordete, am Freitag zu 20 Jahren Haft und Therapie verurteilt wurde.
Sicht auf das Obergericht des Kantons Bern, an welchem der Mann, der vor vier Jahren in Langenthal eine Prostituierte brutal ermordete, am Freitag zu 20 Jahren Haft und Therapie verurteilt wurde.
Peter Schneider, Keystone

War das bestialische Tötungsdelikt an einem Callgirl in Langenthal im März 2012 Mord oder vorsätzliche Tötung? Wird der Täter, ein heute 29-jähriger Schweizer, verwahrt? Diese Fragen beurteilte gestern das bernische Obergericht. Die Vorin­stanz hatte den Mann im Dezember 2014 wegen Mordes zu 18 Jahren Haft verurteilt und die Verwahrung angeordnet. Die Vorzeichen beim Täter seien negativ, so das Regionalgericht Emmental-Oberaargau, die Verwahrung sei angezeigt, später sei sie nicht mehr möglich. Der damals zuständige Staatsanwalt hatte die Verwahrung nicht gefordert.

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