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Pläne für umstrittenes Ostportal des Twanntunnels liegen auf

Neu soll das Ostportal 120 Meter weiter östlich gebaut werden. Die Behörden müssen aber nach wie vor mit Widerstand rechnen.

Gegner des Projekts gingen bis vor Bundesverwaltungsgericht.
Gegner des Projekts gingen bis vor Bundesverwaltungsgericht.
zvg

Nach jahrelangem Hin und Her legt der Kanton Bern ab dem kommendem Freitag das Ausführungsprojekt für das Ostportal des A5-Twanntunnels öffentlich auf. Das Projekt ist in den letzten Monaten von Kanton Bern, Bund, Schutzverbänden, Gemeinden und Winzern gemeinsam angepasst worden.

Wie die kantonale Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (BVE) am Montag mitteilte, ist das Portal im Vergleich zu früheren Plänen um 120 Meter nach Osten verschoben worden. Die Nationalstrasse A5 soll gemäss den optimierten Plänen westlich des Weilers Wingreis in einer absinkenden Wanne bis zum Tunnelportal geführt werden.

Die BVE schreibt, durch diese neue Linienführung werde das Ostportal weniger Rebflächen beanspruchen. Sie stellen mit ihren Trockensteinmauern ein wesentliches Merkmal der Bielersee-Landschaft von nationaler Bedeutung dar.

Der Twanntunnel soll das lärmgeplagte Winzerdorf Twann vom Durchgangsverkehr befreien. Ist der Tunnel einmal gebaut, wird die heutige Ortsdurchfahrt Twanns zurückgebaut. Für den unterirdischen Abschnitt des Twanntunnels liegt seit 2010 ein genehmigtes Projekt vor.

Das Ostportal gibt hingegen schon seit Jahren zu reden. Das Bundesverwaltungsgericht hiess 2016 zwei Beschwerden von Landschaftsschutzorganisationen gegen die damalige Gestaltung des Ostportals gut. In der Folge bezog das kantonale Tiefbauamt diese Organisationen in die Planung ein.

Opposition gegen Installationsplatz

Trotz der Anpassung des Ostportals schlägt den Behörden rund um dieses Bauwerk weiterhin Opposition entgegen, wie mehrere Medien in den letzten Wochen berichteten. Zu reden gibt ein Bauinstallationsplatz bei Wingreis, welchen Bund respektive Kanton für den Bau des Tunnels und des Ostportals einrichten wollen. Am Bielersee hat sich ein Komitee mit dem Namen «N5 Bielersee - so nicht!» gebildet, das auf seiner Facebook-Seite von einem «stark überdimensionierten Bauplatz» spricht.

SDA/cgg

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