Zum Hauptinhalt springen

Über tausend Unterschriften gegen «Gumere»-Schulhaus

Gegen die Schulanlage auf dem Berner Goumoënsareal haben Anwohner mit einer Petition 1062 Unterschriften gesammelt. Grundlegend dürfte sich das Bauvorhaben aber kaum mehr verändern.

Die Stadt Bern will diesen Rasen im Weissenbühl für schulische Zwecke nutzen.
Die Stadt Bern will diesen Rasen im Weissenbühl für schulische Zwecke nutzen.
Franziska Rothenbühler

Der Widerstand gegen den Bau einer neuen Schulanlage auf dem Areal der Goumoënsmatte in Bern Weissenbühl erreicht die nächste Etappe. In einer knappen Woche hat das «Gumere-Team» mit einer Petition 1062 Unterschriften gegen das Bauprojekt gesammelt, die nun an den Stadtrat eingereicht werden.

Die Petition beeindruckt den Stadtrat: «Über 1000 Unterschriften, das sind viele. Das zeigt uns, dass wir dieses Anliegen und die Bedenken der Anwohner ernst nehmen müssen», sagt Stadtratspräsident Philip Kohli (BDP). Er geht jedoch nicht davon aus, dass das Bauvorhaben grundlegend verändert wird. «Wie umfangreich die Änderungen sein werden, wissen wir erst nach Abschluss dieses Geschäfts am Donnerstag.»

Bislang drei Anträge

Die Reaktionen aus der Bevölkerung hinterlassen bei Kohli einen Nachgeschmack: «Ich wünschte mir mehr Vertrauen in die Verwaltung, den Gemeinde- und den Stadtrat. Wir würden nie etwas umsetzen, das der Stadt Bern schadet.» Aus der Kommission für Planung, Verkehr und Stadtgrün (PVS) gibt es gemäss deren Präsidentin, Milena Daphinoff (CVP), bislang drei Anträge zur Änderung des Projekts.

Den Vorwurf, dass alternative Standorte zu wenig geprüft worden seien, könne man dem Gemeinderat nicht machen, so Daphinoff: «In unserer rot-grünen Stadt wurde dem Aspekt des Aussenraums bei der Evaluation sicherlich nicht zu wenig Beachtung geschenkt.» Das neue Schulhaus soll auch ein Identifikationsfaktor fürs Quartier werden: «Eltern wollen ihre Kinder in ein Schulhaus schicken, das diesen Namen auch verdient, und nicht in ein Flickwerk aus zugemieteten Gebäuden und Provisorien.»

Petition missverstanden

Das «Gumere-Team» fühlt sich missverstanden: Man sei weder «Schulhausverhinderer» noch «eigennützige Quartierbewohner», teilt der Gumere-Vertreter Beat Nufer mit. «Wir wehren uns gegen einen Bau, der für dieses Areal völlig überdimensioniert ist.» Das «Gumere-Team» befürchtet, dass der Frei- und Erholungsraum zerstört würde. Die Wiese sei «eine Perle mitten in der Stadt und ein Vorzeigebeispiel gelebter Multi-Kultur.»

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch