Noch ein Geld­segen für die Volkshochschule

Der Gemeinderat hat der Berner Volkshochschule ein Darlehen in der Höhe von 150'000 Franken genehmigt.

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Bernhard Ott@Ott_Bernhard

Stefanie Gerber Frösch machte keinen Hehl daraus, dass die Burgergemeinde mit der Vergabe eines Preises von 75'000 Franken für die Volkshochschule andere Geldgeber ansprechen wollte: «Wenn der Preis andere auch zur Unterstützung animiert, ist das sicher ein willkommener Aspekt», sagte die Sprecherin der Burgergemeinde im «Bund» vom Freitag. Dass dieser Wunsch bloss wenige Stunden nach Bekanntgabe der Prämierung in Erfüllung gehen würde, hat sich aber wohl auch Gerber Frösch nicht vorstellen können.

Denn der Gemeinderat hat der Schule ein zinsloses Darlehen in der Höhe von 150'000 Franken genehmigt, wie Finanzdirektor Michael Aebersold (SP) auf Anfrage sagte. Das Darlehen hat eine Laufzeit von zehn Jahren und muss ab 2024 über fünf Jahre zurückbezahlt werden. Es sei «ausschliesslich zur Sicherstellung der Zahlungsbereitschaft für die ordentlichen Ausgaben» bestimmt, so Aebersold.

«Langjährige Partnerin»

Die Schule hatte sich an die Stadt gewandt, um eine Senkung des Mietzinses für den Hauptsitz an der Grabenpromenade zu erwirken. Dieses Ansinnen sei aber abgelehnt worden, weil die Höhe des Zinses nicht Teil des Leistungsvertrags sei, sagt Aebersold.

Der Leistungsvertrag ist aber auch einer der Gründe, warum die Stadt der Schule doch noch unter die Arme greift. Die Volkshochschule bietet seit Jahren auch Deutschkurse für Personen an, die ihr von der Stadt zugewiesen werden. Sozialdirektorin Franziska Teuscher (GB) spricht denn auch von einer «langjährigen Leistungsvertragspartnerin», der man habe helfen wollen.

Bei Volkshochschulleiterin Katrin Schmidt ist die Freude gross. Dank dem Darlehen habe die Schule nun finanziell den Rücken frei, um die geplante Erweiterung des Kursangebotes in Angriff zu nehmen.

Die Volkshochschule geriet in eine Krise, weil mit den sinkenden Flüchtlingszahlen auch die Subventionen für Deutschkurse zurückgingen. Die Verantwortlichen mussten ein Sanierungsprogramm aufgleisen und nach neuen Ertragsquellen suchen.

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