Wifag: Zimmerli geht, 150 Stellen sind gerettet

Ulrich Zimmerli gibt das Verwaltungsratspräsidium der Wifag-Polytype Holding ab. Ein Grossteil der Arbeitsplätze wird von Bern nach Freiburg verschoben.

Die Liegenschaft der einstigen Maschinenfabrik Wifag. (Archiv: Keystone)

Die Liegenschaft der einstigen Maschinenfabrik Wifag. (Archiv: Keystone)

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Die Wifag-Polytype Holding, Muttergesellschaft der Berner Maschinenfabrik Wifag, hat einen neuen Verwaltungsratspräsidenten: Battiste Corti löst Ulrich Zimmerli an der Spitze der Holding ab, wie das Unternehmen mitteilte. Corti ist seit 30 Jahren im Unternehmen und war zuletzt Vizepräsident der Holding. Ulrich Zimmerli scheidet somit nach 20 Jahren an der Spitze der Wifag aus allen Ämtern aus. «Die Wifag hat mein Arbeitsleben geprägt in dieser Zeit», sagte der 69-Jährige auf Anfrage, «nun sollen andere die neue Strategie bestimmen.» Als Verwaltungsratspräsident hatte Zimmerli in den letzten zwei Jahren den Abbau von über drei Vierteln der ursprünglich 650 Stellen bei der Wifag verantworten müssen. «Es war eine schwierige Zeit, aber nun gebe ich die Verantwortung mit gutem Gefühl ab», sagte Zimmerli.

Gegen Ende seiner Amtszeit konnte er zwei Erfolge vermelden: Im Juli 2010 übernahm die Mali-Gruppe die Liegenschaften, Maschinen sowie 50 Angestellte und 72 Lehrlinge von der Wifag. Im Oktober 2010 bestellte ein Wifag-Kunde aus Indien für 150 Millionen Franken eine neue Druckmaschine. Dieser Auftrag hat dazu geführt, dass nicht bloss 50, sondern 70 bis 80 Stellen bei der Wifag verbleiben, wie François Butty, Vizedirektor und Personalchef der Polytype Holding, ausführt. Derzeit suche die Wifag sogar wieder Personal, speziell Exportfachleute. Berücksichtigt man, dass laut Butty zusätzlich «15 bis 20 ehemalige Wifag-Leute» beim Schwesterbetrieb Polytype AG angestellt wurden, so kommt man auf 150 Stellen des ehemaligen Wifag-Personalbestands, die gerettet werden konnten.

Butty gibt sich zuversichtlich, dass die Wifag Maschinenfabrik AG als reine Servicegesellschaft profitabel sein kann. Bis zum 1. April soll die Mehrheit der ­Wifag-Angestellten Büros bei Polytype in Freiburg beziehen. In Bern verbleiben einige Monteure – bis Ende Jahr. Dann wird die Wifag nur noch juristisch ein Berner Unternehmen sein. Auch die Holding hat ihren Hauptsitz in Bern. (Der Bund)

Erstellt: 25.01.2011, 07:37 Uhr

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