«Who Let The Dogs Out?»

Seit Samstag stehen in ganz Bern Bernhardiner-Skulpturen. Sie sollen diesen Sommer Touristen in die Stadt locken.

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Einsam und verlassen steht der grosse Bernhardiner, nennen wir ihn Bäri, bei den Rolltreppen im Bahnhof Bern. Die Gruppen, die sich beim Treffpunkt sammeln, scheinen keinen Blick für den ruhigen und bewegungsunfähigen Hund übrig zu haben. Ein kleines Mädchen geht langsam auf den 15 Kilogramm schweren Bäri zu, beäugt ihn, und dann passiert, was stets geschieht, wenn ein Kind auf einen Hund trifft: Der Bernhardiner wird gestreichelt und getätschelt.

Wie mag es wohl den anderen 102 Bernhardiner-Skulpturen aus Polyester ergehen, die am Samstag in der ganzen Stadt verteilt worden sind?

Mit traurigen Hundeaugen schaut ein zweiter Bäri die Menschen an, die unter der Laube an ihm vorbeieilen. Einige drehen gerade einmal den Kopf nach dem übergrossen Tier um, wenige treten näher, um den treuherzigen Vierbeiner besser begutachten zu können – doch die meisten lassen Bäri einfach links liegen.

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Touristen beissen an

Etwas anders sieht es an den Orten aus, an denen die Bernhardiner direkt auf Touristen treffen. Die Mutter zückt das Handy, lässt die Kinder neben Bäri posieren und hält den einmaligen Moment fest. Auch die Schaufenster-Bernhardiner beim Loeb faszinieren die Leute. Dies könnte aber daran liegen, dass hier der einzige richtige, ausgestopfte Bernhardiner betrachtet werden kann. Diese Reaktionen dürften den Verantwortlichen gefallen – sind die Skulpturen schliesslich aufgestellt worden, um die Touristen scharenweise nach Bern zu locken.

Die Hunde bleiben bei ihren Besitzern

Organisiert werden die «BernARTiner», wie die Bernhardiner-Skulpturen genannt werden, vom Verein Bern. Die Gestaltung der einzelnen Hunde haben verschiedene Unternehmen wie Energie Wasser Bern, das Warenhaus Loeb oder Manpower Schweiz übernommen. Rund ein Viertel der übergrossen Hunde soll am Ende der Aktion versteigert werden, ein grosser Teil der Unternehmungen will die eigenen Hunde jedoch für interne Aktivitäten und als Symbol behalten. (msl)

Erstellt: 01.07.2017, 13:22 Uhr

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