«Viele wissen nicht, wie viel der Burgergemeinde gehört»

Der Waisenhausplatz wurde heute zu einem Drittel eingezäunt. Dahinter steckt eine Wahlkampfaktion von Rahel Ruch (GB), die gegen die Macht der Burgergemeinde vorgehen will.

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Waisenhausplatz am Donnerstag zur Mittagszeit: bei Sonnenschein sitzen etliche Menschen auf dem Boden verteilt und geniessen ihre Pause. Alles scheint ganz normal – nur etwas ist anders als sonst. Ein Drittel des Platzes wird von einem Absperrband eingezäunt.

Dahinter steckt eine Wahlkampf-Aktion von Rahel Ruch (GB). Die Absperrung soll symbolisieren, wie viel Boden der Stadt Bern der Burgergemeinde gehört, laut Ruch nämlich ein Drittel. «Damit ist sie die grösste Landeigentümerin», sagt Ruch. Diese Landverteilung ist ihr ein Dorn im Auge. «Die paar wenigen Burgerinnen und Burger verfügen damit über ein riesiges Vermögen und viel Macht.» Die Situation ist für sie «undemokratisch».

Boden soll verstaatlicht werden

Die Bevölkerung wisse viel zu wenig über den Einfluss der Burgergemeinde, sagt Ruch. «Viele wissen nicht, wie viel der Burgergemeinde eigentlich gehört.» Das liege daran, dass das Thema gezielt verschwiegen werde.

Sollte Ruch am 30. März in den Grossen Rat gewählt werden, will sie sich dafür einsetzen, dass die Burgergemeinde eingemeindet und ihr Boden verstaatlicht wird. «Das Ancien Régime muss auch in Bern mal ein Ende haben.» (mer)

Erstellt: 13.03.2014, 14:41 Uhr

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