Viel Support für Berner Puppentheater

Um auf seine Notlage aufmerksam zu machen, hat das Kellertheater eine Petition eingereicht.

Die städtische Kulturförderung sieht für die nächsten vier Jahre kein Geld mehr für das Berner Puppentheater vor.

Die städtische Kulturförderung sieht für die nächsten vier Jahre kein Geld mehr für das Berner Puppentheater vor. Bild: Adrian Moser (Archiv)

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Innerhalb von sechs Wochen haben die Macher des Berner Puppentheaters 16'400 Unterschriften für ihre Petition «Rettet das Puppentheater» gesammelt. Gestern überreichte Karin Wirthner, die zusammen mit ihrem Mann Frank Demenga das Berner Puppentheater leitet, die Unterschriften dem Stadtpräsidenten Alec von Graffenried (GFL). Die grosse Zahl an Unterschriften zeige, dass das Theater für viele eine Relevanz habe, sagt Wirthner. Auch Schulkinder und Jugendliche hätten das Anliegen unterzeichnet.

Die städtische Kulturförderung sieht für die nächsten vier Jahre keine feste Unterstützung des Berner Puppentheaters vor, weshalb das Theater gefährdet ist (der «Bund» berichtete). Wie genau das Theater gerettet werden soll, schreibt die Petition nicht vor: «Wir wissen zu wenig genau, was es für mögliche Töpfe bei der Stadt gibt», sagte Wirthner gestern. Wichtig sei, dass man gemeinsam mit der Stadt eine Lösung finde – die Kulturveranstalter hoffen auf insgesamt 150000 Franken im Jahr von der Stadt. Man sei daher dringend auch auf private Spenden angewiesen. «Die neue Saison ist auf der Kippe», sagt Wirthner.

Muss Teuscher einspringen?

Alec von Graffenried sagt, die Petition nehme er ernst, sie sei ein klares Signal des Publikums – «erst recht weil es viele Unterschriften von Kindern drauf hat», wie er sagt. Wirthner wünscht sich, dass der Stadtpräsident ihrem Theater Projektbeiträge verspricht. Doch diese werden von der Theaterkommission vergeben, jedes eingereichte Theaterprojekt wird vom Gremium einzeln überprüft – und der Stadtpräsident hat kein Mitsprachrecht. Die Theaterkommission lehnte in den letzten Jahren sämtliche Eingaben des Puppentheaters ab.

Eine mögliche künftige Geldquelle ist der neu geschaffene Kredit, der Gelder an die Miete oder den Unterhalt für Berner Kulturkeller verspricht. Dafür plant die Stadt, einen jährlichen Beitrag von 100000 Franken einzusetzen, der Stadtrat muss noch darüber befinden. Ein weiterer möglicher Weg, an Subventionen zu kommen, führt über die Sozialdirektion von Franziska Teuscher (Grüne). Das dort ansässige Schulamt sowie das Jugendamt können Gelder für Kinder- und Jugendkultur und dessen Vermittlung sprechen. (Der Bund)

Erstellt: 12.01.2019, 07:59 Uhr

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