Valiant schliesst Filiale im Breitenrain

Das Filialsterben der Banken erfasst auch das Breitenrain-Quartier. Die Valiant Bank schliesst Ende November ihre Filiale, die erst kürzlich renoviert wurde.

Die Valiant Filiale im Berner Breitenrain-Quartier schliesst Ende November.

Die Valiant Filiale im Berner Breitenrain-Quartier schliesst Ende November. Bild: Christian Pfander

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Wegen abnehmenden Schaltertransaktionen schliesst die Valiant Bank Ende November ihre Filiale im Berner Breitenrainquartier und Ende Februar jene in Bätterkinden. Nebst den rückläufigen Transaktionen sei auch die Nähe dieser Filialen zu anderen Geschäftsstellen mit ein Grund für deren Schliessung, so die Bank. Die Entwicklung weg von den klassischen Schaltertransaktionen scheint rasant voranzugehen: Die Filiale im Breitenrain wurde erst 2012 noch umfassend renoviert.

Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, werden die Geschäftsstellen Bern-Bundesplatz und Bern-Bahnhofplatz ab Dezember die Kunden der Filiale Bern-Breitenrain betreuen. Die vier Angestellten, die bis anhin im «Breitsch» arbeiteten, werden weiterbeschäftigt. Im «Breitsch» bleibt ein Bancomat.

Die Geschäftsstelle Bätterkinden wird in die Filiale Utzenstorf integriert. Auch in Bätterkinden belässt die Valiant Bank am heutigen Standort einen Bancomaten. Valiant zählt derzeit 91 Geschäftsstellen und will in den kommenden Jahren ihr Marktgebiet ausdehnen. Neue Filialen sind am Genfersee und der Ostschweiz geplant. Ziel ist eine Ausdehnung des Geschäftsgebiets vom Genfer- bis an den Bodensee.

Digitales Geld wird Filialen zum Verhängnis

Mit der Schliessung zweier Filialen steht die Valiant Bank keineswegs alleine da. Auch die Berner Kantonalbank musste bereits Filialen schliessen, etwa letztes Jahr jene am Eigerplatz in Bern. Bankschalter fallen zunehmend dem Wandel von Bar- hin zu digitalem Geld zum Opfer. Bezahlkarten wie Maestro und Visa haben Bargeld als beliebtestes Zahlungsmittel überholt. Dabei kamen Münzen und Noten noch in den Neunzigern bei 90 Prozent der Transaktionen zum Einsatz. In den letzten zwei, drei Jahren hat sich der Wandel hin zum digitalen Geld sogar noch beschleunigt.

Immer mehr Institute schaffen deswegen den klassischen Schalter ab. Ein- und Auszahlungen müssen an den Automaten getätigt werden. Bei der neuen Raiffeisen-Filiale in Bern etwa gibt es dort, wo früher Kinder ihr Sparschwein leerten und Rentner ihr Haushaltsgeld holten, heute ein Café – Barzahlung ist dort konsequenterweise ausgeschlossen. (nfe/sda)

Erstellt: 17.10.2018, 14:25 Uhr

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