US-Satireshow drehte in Bern

Die Comedy-Sendung The Daily Show hat einen Beitrag über die Schweizer Waffengesetze ausgestrahlt.

Der Korrespondent der Daily Show in der Berner Marktgasse.

Der Korrespondent der Daily Show in der Berner Marktgasse.

(Bild: Screenshot Youtube)

Mischa Stünzi

Dass ein Youtube-Filmchen, das unter anderem in Bern gedreht wurde, innert Stunden über eine halbe Million mal angeschaut wird, kommt nicht alle Tage vor. Aber gestern ist es passiert. Die politische US-Satireshow The Daily Show hat ihren Korrespondenten Michael Kosta in die Schweiz geschickt.

In dem fünfminütigen Film soll er der Frage nachgehen, weshalb es in der Schweiz - anders als in den USA - kaum zu Massenmorden mit Schusswaffen kommt, obwohl auch bei uns massenweise Waffen im Umlauf sind. Zum Vergleich: In den USA kam es seit 2012 zu knapp 2000 sogenannten Mass shootings. Das letzte Mal, dass es in der Schweiz zu einer solchen Schiesserei gekommen ist, war 2001 - der Amoklauf im Zuger Parlament mit 15 Todesopfern.

Im Bundeshaus trifft sich Kosta mit der Genfer Nationalrätin Lisa Mazzone. Sie erklärt ihm, dass man in der Schweiz umgedacht habe und zum Beispiel Waffe und Munition getrennt halte. Worauf Kosta bemerkt: «Ihr habt also aus Fehlern gelernt, und das Gesetz verbessert? Das ist so Europa.»

Anders als in den USA mache man in der Schweiz die Waffengesetze mit gesundem Menschenverstand, erklärt ihm der in Genf tätige Waffenexperte Mikko Leinonen. «Gesunder Menschenverstand; das ist nicht gerade unsere Stärke», winkt Kosta ab.

DerBund.ch/Newsnet

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