Tablets und freie Software für Berner Schüler

Der Stadtrat hat den Kredit für die neue Informatik-Ausrüstung der Stadtberner Schulen genehmigt. Jetzt kommt die Vorlage vors Volk.

Berner Schulen sollen digitaler werden. (Symbolbild/Archiv)

Berner Schulen sollen digitaler werden. (Symbolbild/Archiv)

(Bild: Keystone)

Für neue Schulinformatik soll die Stadt Bern gut 24 Millionen Franken ausgeben. Der Stadtrat hat sich am Donnerstag fast einstimmig hinter den Kredit gestellt. Das letzte Wort hat das Stimmvolk.

Allein für die Beschaffung von neuer Schulinformatik will die Stadt 12,1 Millionen Franken investieren. Weitere rund 12,5 Millionen Franken sind für Wartung, Support und Lizenzen für die nächsten fünf Jahre vorgesehen.

Rund 2000 PC und Notebooks gibt es an den Berner Schulen. Sie sind zehn Jahre alt. Der Ersatz der in die Jahre gekommenen Geräte und der Infrastruktur sei nötig, war man sich im Stadtrat einig.

Tablets für alle

Neu sollen die Lehrpersonen sowie Schülerinnen und Schüler mit Tablets arbeiten. Rund 7700 Geräte - also fast viermal so viele wie bisher - sollen an den Stadtberner Schulen zur Verfügung stehen. Offene, webbasierte Programme sollen es ermöglichen, mobil und mit unterschiedlichen Geräten auf die Daten zuzugreifen.

Auch Kindergärteler sollen Zugang zu Tablets haben. Der Stadtrat stellte sich in dieser Frage hinter den Gemeinderat. Bettina Jans-Troxler (EVP) hatte für einen Verzicht im Kindergarten plädiert - einfache Lernspiele seien auch ohne elektronische Geräte möglich. Bildungsdirektorin Franziska Teuscher (Grünes Bündnis) entgegnete, manche Kindergärteler hätten daheim bereits Zugang zu einem Tablet. Stelle man die Geräte im Kindergarten allen zur Verfügung, sei das eine Frage der Chancengleichheit.

Teuscher zeigte sich überzeugt, dass das Tablet im Kindergarten mit der angemessenen Zurückhaltung zum Einsatz kommen werde. Dafür seien die Kindergärtnerinnen zuständig.

zec/sda

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