Solidarität für Radiostudio Bern

Auf dem Bundesplatz findet eine Demonstration für den Verbleib der Info-Abteilung von Radio SRF in Bern statt. Aufgerufen haben Medienschaffende, Politik und Gewerkschaften.

Eine Frau an der Kundgebung auf dem Bundesplatz.

Eine Frau an der Kundgebung auf dem Bundesplatz. Bild: Kathrin Schuler

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Mehrere hundert Personen haben sich am Donnerstag auf dem Berner Bundesplatz Demonstranten versammelt, um gegen Sparprogramme und Konzentration in der Medienbranche zu protestieren. Auf dem Programm des Protests steht auch der Berner Stadtpräsident Alec von Graffenried (GFL). «Hände weg vom Studio Bern», forderte der Stadtpräsident in seiner Ansprache.

SRF-Journalistin Priscilla Imboden erklärt das Anliegen der Demonstranten.

Anlass der Demonstration sind die Pläne der SRG, die Abteilung Information von Radio SRF von Bern nach Zürich zu zügeln und dort in einen konvergenten Newsroom zu integrieren. Damit will die SRG Kosten sparen und die die Digitalisierung vorantreiben. Für die Region Bern würde das heissen, dass rund 170 Arbeitsstellen verloren gehen würden. Der Umzug bedeutete zudem, dass Berns Medienstandort ein weiteres wichtiges Standbein verlöre.

Dieser Umzug wäre ein Fehler, so von Graffenried. «Bern ist das politische Zentrum der Schweiz.» Auch Regierungspräsident Christoph Neuhaus (SVP) zeigte auf dem Bundesplatz im Namen der Bernischen Regierung «Solidarität mit den Berner Medien».

Hinter der Kundgebung stehen die SRG Bern-Freiburg-Wallis, die Organisation «Hauptstadtregion Schweiz» und «Proradiostudio.be» sowie die Gewerkschaften Syndicom, Impressum und SSM. Vertreten sind auch Journalisten des «Bund» und der «Berner Zeitung». Neben dem Verbleib des Radiostudios in Bern wird gefordert, «die Zentralisierung aller Medien in Zürich» zu stoppen, Gesamtarbeitsverträge für die Medienbranche zu vereinbaren und die medialen Vielfalt in der Schweiz zu erhalten.

(Der Bund)

Erstellt: 30.08.2018, 19:24 Uhr

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