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Salem-Spital leitet interne Untersuchung ein

Ein Chirurg operiert mit gefährlichen Implantaten. Die Kontrolle funktioniert nicht optimal. Der Kanton Bern prüft nun, bei der Meldepflicht der Spitäler genauer hinzuschauen.

Mangelhafte Implantate: Auch am Salem-Spital wurden Produkte dieses Typs verwendet.

Mangelhafte Implantate: Auch am Salem-Spital wurden Produkte dieses Typs verwendet.

(Bild: Walter Pfäffli)

Sieben Patienten setzte der ehemalige Berner Universitätsprofessor und Chirurg Max Aebi zwischen 2011 und 2014 künstliche Bandscheiben eines mangelhaften Fabrikats ein. Recherchen von Tamedia in Zusammenarbeit mit BBC, «Süddeutscher Zeitung» und Norddeutschem Rundfunk NDR hatten ans Licht gebracht, dass die mittlerweile vom Markt genommenen Implantate bei über zwei Drittel der Patienten zu Problemen geführt hatten – Aebi war auch massgeblich an der Entwicklung der künstlichen Bandscheibe beteiligt. Eingesetzt hatte er seinen Patienten die Implantate als selbstständiger Belegarzt im Berner Salemspital. Er habe alle sieben Patienten nachkontrolliert, schreibt Aebi dem «Bund». Es habe keiner der Patienten «reoperiert» werden müssen.

Der Bund

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