SVP nominiert Schori für Stadtpräsidentenwahl

Wie erwartet schickt die Stadtberner SVP Beat Schori in die Stadtpräsidentenwahl. Schori tritt gegen Alexander Tschäppät an – und wohl auch gegen den FDP-Stadtrat Alexandre Schmidt.

Fordert Alexander Tschäppät heraus: Beat Schori.

Fordert Alexander Tschäppät heraus: Beat Schori. Bild: Manu Friederich

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Beat Schori steigt für die SVP in die Berner Stadtpräsidentenwahl. Die Parteiversammlung nominierte den 62- jährigen Ex-Stadtrat am Montagabend einstimmig für den Urnengang vom 25. November.

Schori wird gegen Amtsinhaber Alexander Tschäppät (SP) antreten. Am 20. August dürfte zudem die FDP Stadtrat Alexandre Schmidt ins Rennen schicken.

Die Spitzen der beiden bürgerlichen Parteien hatten sich zuvor auf dieses Vorgehen geeinigt. Sie hoffen, auf diese Weise zumindest einen zweiten Wahlgang zu erzwingen. Schori und Schmidt kandidieren beide auch auf der bürgerlichen Fünferliste für die Stadtregierung.

Ursprünglich wollte auch Vania Kohli (BDP) als Kandidatin der Mitte gegen Stadtpräsident Tschäppät antreten. Sie hält die Zersplitterung der bürgerlichen Kräfte aber für wenig sinnvoll und wäre nur dann angetreten, wenn sie die einzige bürgerliche Gegenspielerin Tschäppäts geblieben wäre.

Schachzug soll bürgerlichen Gemeinderatssitz retten

SVP-Präsident Peter Bernasconi sagte am Montag, seine Partei habe sich schon vor über zwei Jahren für eine bürgerliche Einheitskandidatur eingesetzt. Die BDP habe zunächst mit verdeckten Karten gespielt und schliesslich erklärt, sie mache nicht mit. Im vergangenen Juni sei man dann von Kohlis Kandidatur-Absicht überrascht worden.

Dadurch hätte Kohli eine Plattform für die Gemeinderatswahl und die Chance erhalten, einen zweiten Mitte-Sitz auf Kosten des FDP/SVP- Bündnisses zu erobern, sagte Bernasconi. Das habe man verhindern wollen.

Schori selber betonte, er wolle «dem Volk eine Auswahl bieten». Als Stadtpräsident möchte er die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt vorantreiben. KMU-Betriebe sollten wieder verstärkt in Bern investieren und Arbeitsplätze schaffen. (bs/sda)

Erstellt: 06.08.2012, 20:45 Uhr

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