Rund 140 Velofahrer an der Velodemo

Rund 140 Velofahrende machten sich am Mittwochabend auf ihren Velos für ihre Anliegen stark: Mehr Gratis-Veloabstellplätze, Velobahnen, ein ausgefeiltes Veloverleihsystem und die Brücke von der Länggasse ins Nordquartier.

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Den rund 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Velodemo am Mittwochabend ging es nicht nur um eine schöne Velofahrt durch die Stadt Bern. Vielmehr wollten sie sich für «sicheres, komfortables Velofahren» in der Stadt Bern einsetzen und ihre Forderungen zur Velostadt Bern auch im Berner Wahlherbst zur Sprache bringen. Eskortiert wurden sie dabei von Polizisten auf Bikes.

Im Flyer, der zur Demo verteilt wurde, heisst es: «Velofahrende müssen einmal mehr hinten anstehen», Strassen- und ÖV-Projekte kämen stets zuerst. Doch wo drückt der Veloschlauch konkret? Mehr Gratis-Veloabstellplätze, Velobahnen, ein Veloverleihsystem und die rasche Realisierung der Velobrücke vom Breitenrain in die Länggasse. Das sind die Hauptanliegen der Demonstrierenden.

Velobrücke weiterhin auf dem Tapet der Velodemonstrierenden

Damit auch Pendler aufs Velo umsatteln, fordern die Demonstranten bessere Verbindungen der Stadt mit dem Umland. Gemeinden wie Köniz oder Ostermundigen sollen für Velofahrer besser erreichbar sein. Hier dürfte die Velo-Vorzeigestadt Kopenhagen als Vorbild dienen, wo breite Velobahnen das Stadtbild prägen. Damit die Velofahrer nicht bei jeder Ampel absteigen müssen, sollen in Bern grüne Wellen realisiert werden – aufs Velotempo angepasst.

Ein weiteres Anliegen der Demonstranten ist ein besseres Veloverleihsystem für Bern. Zwar gibt es in der Stadt Bern bereits Orte, wo Velos einfach ausgeliehen werden können. Aber nicht rund um die Uhr, wie es an der Demo gefordert wird. Die Stadt Biel habe es vorgemacht, nun gelte es, das System auch für Bern anzuwenden, heisst es an der Demo.

Die Idee einer Velobrücke zwischen Länggasse und Nordquartier kam 2003 erstmals zur Sprache. Inzwischen hat sich dieser Plan zerschlagen: Die Projektarbeiten wurden aus Spargründen eingestellt. Der Verband Pro Velo zeigte sich konsterniert, die Teilnehmer der Velodemo fordern nun die rasche Realisierung der Brücke.

Gratis-Veloabstellplätze

Das Hauptanliegen an der Velodemo waren die Gratis-Veloabstellplätze. In der Stadt stehen Velofahrenden 840 bewachte Plätze zur Verfügung, dazu Plätze unter freiem Himmel. Nach Ansicht von Pro Velo Bern und den Demo-Teilnehmern fehlen aber Veloplätze, für die nicht bezahlt werden muss. Erst kürzlich wurden vor dem Hotel Schweizerhof 34 und anlässlich der Sanierung des Neuengass-Aufgangs 24 Gratis-Veloparkplätze aufgehoben. Besserung ist aber bereits in Sicht: Mit der Eröffnung der Velostation bei der Schanzenpost ab 2014/15 und einer geplanten Erweiterung der Velostation Grosse Schanze entstehen auf einen Schlag rund 1000 Plätze.

DerBund.ch/Newsnet

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