Polizei beobachtet Grosse Schanze

Die Häufung von gewalttätigen Vorfällen auf der Grossen Schanze führt zu einer verstärkten Polizeipräsenz vor Ort.

Die Grosse Schanze hat sich laut Kantonspolizei Bern als Hotspot für Gewaltakte etabliert.

Die Grosse Schanze hat sich laut Kantonspolizei Bern als Hotspot für Gewaltakte etabliert.

(Bild: Franziska Scheidegger (Archiv))

Naomi Jones
Marina Stalder@MarinaStalder

Nur eine Woche nach der Massenschlägerei auf der Grossen Schanze wurden am frühen Sonntagmorgen erneut Polizisten auf der Parkterrasse angegriffen. Umstehende versuchten, die Polizisten daran zu hindern, einen Mann anzuhalten, der in eine Streiterei verwickelt war. In der gleichen Nacht mussten die Polizisten ein zweites Mal anrücken, weil ein Mann Umstehende mit einem Gurt bedrohte. Diesmal konnten sie ihn festnehmen, ohne dass sie von Dritten daran gehindert wurden.

Ist die Häufung dieser Vorfälle auf der Grossen Schanze bloss ein Zufall, oder entwickelt sich dort ein Hotspot für Probleme? Polizeisprecherin Regina Aeberli bestätigt, dass die Polizei vermehrt auf der Grossen Schanze präsent sei. «Die Situation im Bereich der Grossen Schanze beobachten wir seit mehreren Wochen», sagt sie. Dafür stehe die Kantonspolizei auch im Austausch mit der Stadt.

Mehr Polizeipräsenz vor Ort

Ob die Grosse Schanze nun als Hotspot für Probleme zu bezeichnen ist, will die Polizei jedoch nicht beantworten. «Ein direkter Vergleich zwischen verschiedenen Örtlichkeiten ist nicht zielführend, da die Situationen jeweils im Einzelnen beurteilt werden müssen», sagt Aeberli. Ebenfalls liessen sich auch keine allgemeinen Angaben dazu machen, welche Personen sich vor Ort befänden und somit auch potenziell für die Vorfälle verantwortlich seien.

Dass man die Situation und deren Entwicklung aber beobachte, liege besonders daran, dass die Polizei in der jüngeren Vergangenheit bereits mehrere Einsätze im Bereich der Grossen Schanze habe leisten müssen. Dementsprechend sei man auch vor Ort präsent.

Stadt will Club prüfen

Auf Anfrage bei der Stadt sieht auch Sicherheitsdirektor Reto Nause (CVP) die Situation auf der Grossen Schanze als ein Problem an. «Ich verurteile die wiederholten Schlägereien vom letzten Wochenende aufs Schärfste.» Deshalb habe er nun im Austausch mit der Kantonspolizei eine verstärkte Präsenz vor Ort beschlossen.

Die Stadt analysiere gemeinsam mit der Polizei die Situation auf der Grossen Schanze und werde zudem prüfen, welche Zusammenhänge mit dem auf der Parkterrasse ansässigen Club bestehen. Zusätzlich dazu wird auch kontrolliert, welche Massnahmen clubintern getroffen worden sind.

Der Bund

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt