Per Twitter ins Notfallzentrum

Die Insel Gruppe gewährt an Silvester einen Blick hinter die Kulissen. Dafür wird 12 Stunden live aus dem Notfallzentrum getwittert.

12 Stunden twittert die Insel Gruppe aus dem Notfall.

12 Stunden twittert die Insel Gruppe aus dem Notfall.

(Bild: Thomas Reufer)

Marina Stalder@MarinaStalder

Nach dem Erfolg ihrer letztjährigen Aktion «#24hNotfall» an Weihnachten twittert die Insel Gruppe dieses Jahr an Silvester live aus dem Universitären Notfallzentrum. 12 Stunden lang wird ein Blick hinter die Kulissen geboten, um die Neugier interessierter Personen zu stillen. Viele Leute würden gerne eine Führung durch den Notfall machen, aber das sei schlicht nicht möglich, erklärt Franziska Ingold, Leiterin Kommunikation und Marketing der Insel Gruppe. Deshalb habe sie sich von der Polizei Berlin inspirieren lassen und die Twitteraktion «#24hNotfall» letztes Jahr gestartet.

Um auch dieses Jahr zu zeigen, was im Notfallzentrum 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche und 365 Tage im Jahr geleistet werde, sei entschieden worden, die Aktion nun zu wiederholen. Anders als letztes Jahr habe man aber Silvester für die Twitteraktion ausgewählt. «Die Stimmung ist ganz anders an Silvester und dementsprechend werden auch die Fälle unterschiedlich sein», so Ingold.

90 Prozent sind Hals-Nasen-Ohren-Fälle

Heuer sind es vor allem Ohrenschmerzen, welche die Patienten in den Notfall treiben, wie die Insel Gruppe twittert.

Es war viel los – so viele Patienten behandelte das Inselspital noch nie –, doch im Gegensatz zu normalen Wochenenden gab es keine Notfälle wegen Alkohol, Drogen oder Gewalt.

Aber auch Raucherpausen der Patienten sind Teil des Geschehens.

Patientenschutz ist herausfordernd

Ganz einfach sei die Aktion jedoch nicht. «Der Patientenschutz muss zu 100 Prozent gewährleistet werden – das ist schon eine Schwierigkeit», sagt Franziska Ingold. So habe man letztes Jahr bei gewissen Fällen das Alter und das Geschlecht zum Schutz der Patienten verändert. Zu einer Zensur habe dies aber nicht geführt: «Wir haben letztes Jahr alle Fälle gebracht und wollen das heute auch so machen.»

Weiterführung der Aktion?

Für das nächste Jahr sei die Aktion zwar noch nicht fix geplant, aber wenn die nötigen Ressourcen zur Verfügung stehen werden, wolle Franziska Ingold diese gerne weiterführen. «Dann würden wir es aber an einem normalen Freitag oder Samstag machen, um auch einmal den Alltag auf dem Notfall zu zeigen.»

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