«Marsch fürs Läbe» bedauert hohe Sicherheitskosten für Stadt Bern

Konservative Christen werden Mitte September in Bern gegen Abtreibung und Sterbehilfe demonstrieren. Die Sicherheitskosten sind hoch.

Abtreibungsgegner demonstrieren nach 2016 erneut in Bern.

Abtreibungsgegner demonstrieren nach 2016 erneut in Bern. Bild: Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die Organisation «Marsch fürs Läbe» bedauert, dass ihre Platzkundgebung in Bern auch dieses Jahr Sicherheitskosten von mehreren hunderttausend Franken verursachen dürfte. Die Verantwortung dafür trügen all jene, die den Anlass stören wollten.

«Wir wollen friedlich unterwegs sein», betonte OK-Präsident Daniel Regli am Mittwoch vor den Medien in Bern. Dass der Bundesplatz am 15. September wieder hermetisch abgeriegelt werden müsse, sei eine Folge der drohenden Anfeindungen aus linksautonomen Kreisen.

Der «Marsch fürs Läbe» fand bereits 2016 einmal in Bern statt. Hunderte Polizisten sorgten damals dafür, dass 1700 Menschen aus dem christlich-konservativen Milieu vor dem Bundeshaus gegen Abtreibungen und Sterbehilfe demonstrieren konnten. Hunderte Gegendemonstranten machten ihren Unmut in der Innenstadt kund.

Regli betonte, die Zusammenarbeit mit der rot-grünen Stadtregierung und der Kantonspolizei sei ausgezeichnet. Er sei dankbar für die Unterstützung. Unverständnis äusserte er gegenüber all jenen, die den Abtreibungsgegnern das Wort verbieten wollten. Dabei herrsche in der Schweiz Meinungsäusserungs- und Versammlungsfreiheit. Der «Marsch fürs Läbe» fand seit 2010 sechsmal in Zürich statt, einmal in Bern und zuletzt in Flüeli-Ranft OW. Im kommenden Jahr soll er wieder in Zürich über die Bühne gehen, wie Regli sagte.

«Der Schmerz danach»

Die diesjährige Kundgebung steht unter dem Motto «Abtreibung - der Schmerz danach». Auf dem Bundesplatz sollen Frauen berichten, welch weitreichenden Folgen ihre Abtreibungen hatten. Das Thema wird nach Meinung der Organisatoren in der Öffentlichkeit weitgehend tabuisiert.

Mehrere tausend Menschen werden an der Kundgebung erwartet. Viele von ihnen sollen wie schon 2016 mit Cars aus diversen Schweizer Städten direkt vors Bundeshaus gefahren und dort am Abend wieder abgeholt werden. (mer/sda)

Erstellt: 29.08.2018, 13:07 Uhr

Artikel zum Thema

«Marsch fürs Läbe» will zurück auf den Bundesplatz

Nach einem Jahr Pause wollen Abtreibungsgegner wieder auf dem Bundesplatz demonstrieren. 2016 musste die Kundgebung mit einem massiven Polizeiaufgebot geschützt werden. Mehr...

Abtreibungsgegner marschieren heuer nicht in Bern

Der «Marsch fürs Läbe» findet dieses Jahr nicht mehr in Bern, sondern im Kanton Obwalden statt. Die Gegner freut es. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von DerBund.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...

Werbung

Immobilien

Kommentare

Die Welt in Bildern

Explosive Abrüstung: An der Grenze zwischen Süd- und Nordkorea werden die Bewachungsposten abgebaut. (15. November 2018)
(Bild: Jung Yeon-je/Getty Images) Mehr...