Konkurrenzkampf um die Schützenmatte

Wer bespielt künftig Berns Ausgeh-Hotspot Schützenmatte im Rahmen der geplanten neuen Zwischennutzung? Bei der Stadt sind bisher mindestens drei Bewerbungen eingegangen.

So sieht es auf der Schützenmatte in naher Zukunft nicht mehr aus.

So sieht es auf der Schützenmatte in naher Zukunft nicht mehr aus.

(Bild: Franziska Scheidegger (Archiv))

Nächste Woche startet das vierte Neustadtlab, das die Schützenmatte mit Bars, Konzerten und kreativen Angeboten aufleben lassen wird. Dieses Jahr wird damit gleichzeitig eine neue Ära eingeläutet: Die Schütz wird nach dem Labor ab Oktober nur noch teilweise als Parkplatz für Autos und Cars zur Verfügung stehen. Stattdessen soll gemäss den Plänen der Stadt im Oktober eine neue dreijährige Zwischennutzung starten. Sie sieht vor, dass das Areal neu ganzjährig bespielt wird.

Die Bewerbungsfrist für die Zwischennutzung ist Anfang Juli abgelaufen. Wie viele Bewerbungen eingereicht worden sind, will die Stadt Bern nicht preisgeben, da es sich um ein «laufendes Verfahren» handle, wie Informationschef Walter Langenegger auf Anfrage sagte. Die Stadt werde bis spätestens Mitte September über die neue Zwischennutzung informieren.

Die Schützenmatte ist seit dem letzten halben Jahr öfters Schauplatz von Razzien der Kantonspolizei geworden, weil der dort stattfindende Drogendeal bekämpft werden soll. Damit dies mit der Zwischennutzung vereinbar ist, wird die Kantonspolizei im städtischen Gremium zur Begleitung der temporären Projekte vertreten sein.

Wenn Ende September die dreijährige Nutzungsphase startet, wird die Stadt parallel dazu eine Vorstudie durchführen, um die weitere Zukunft der Schützenmatte zu planen. Die definitive Umgestaltung wird aber frühestens in drei Jahren realisiert werden.

Knacknuss Ganzjahresbetrieb

Laut Informationen des «Bund» zeichnet sich auf der Schützenmatt ein Konkurrenzkampf ab, da sich für die Zwischennutzung mindestens drei Gruppen gemeldet haben. Zu ihnen gehört der Verein Neustadt Bern mit Jürg Lüdi und Christian Pauli. Er zeichnet bereits für die diesjährige und die letztjährige Zwischennutzung verantwortlich.

Weiter auf der Schützenmatt aktiv bleiben möchten auch die Betreiber der Roxy Bar. Um die Zwischennutzung beworben hat sich zudem eine Gruppe aus dem Umfeld der Reitschule. Mit Verweis auf das laufende Ausschreibungsverfahren wollte keiner der drei Interessenten sein Konzept näher erläutern.

Knacknuss bei der Zwischennutzung ist unter anderem, dass gemäss den Vorgaben der Stadt neu ein Ganzjahresbetrieb vorgesehen ist. Eine permanente Überdachung sei aber wohl nicht möglich, sagte dazu Ramon Stricker, von den Betreibern der Roxy Bar. Temporär könnte man bei Konzerten aber Zelte aufstellen.

Bis es so weit ist, können sich die Bernerinnen und Berner aber erstmals auf eine geballte Ladung kreativer und partizipativer Aktivitäten des Vereins Neustadt freuen. Geplant sind unter anderem eine Werkstatt, ein Stadtplanungsbüro und ein Tipi. Am 4. August wird der Stadtpräsident den Platz offiziell der Bevölkerung übergeben.

DerBund.ch/Newsnet

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