Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft

Zu Beginn der Herbstsession im Bundeshaus hat die Stadt ein kleines Vergissmeinnicht an die Parlamentarier verteilt.

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Die Bundesparlamentarier haben am Montag einen süsses Geschenk erhalten in Gestalt eines Zytglogge-Turms. Dieser stand auf den Pulten der Volksvertreter, natürlich in verkleinerter Form, aber mit süssem Ragusa-Inhalt. Anlass ist der 169. Geburtstag der Schweizerischen Bundesverfassung, die am 12. September 1848 in Kraft trat. Nur zwei Monate später wurde damals Bern zur Bundesstadt erkoren. Seither sei sie das Politzentrum der Schweiz, schrieb die Stadt Bern in einem Begleitbrief. Sie nehme diese Rolle «sehr ernst» und sei darauf «stolz», schreiben Stadtpräsident Alec von Graffenried und Stadtschreiber Jürg Wichtermann.

Der Wink mit dem Turm, dem Wahrzeichen Berns, war wohl auch ein Wink mit dem Zaunpfahl. In der süssen Grussadresse von Berns Stadtoberen schwingt auch ein Kummer darüber mit, dass es um das Politzentrum im Käfigturm ein derartiges Seilziehen gegeben hat - und dass das Alpine Museum in Bern wegen angedrohter Sparübungen akut gefährdet ist. Und dass auch die traditionelle Bundesmillion, mit der die Eidgenossenschaft die Leistungen der Stadt als Standort für Bundesbern etwas abgegolten hatte, derzeit zur Disposition steht. Die süsse Schokolade – so darf man hoffen – wird die Damen und Herren Volksvertreter von allzu bitteren Abstrichen verschonen. (Der Bund)

Erstellt: 11.09.2017, 18:06 Uhr

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