Insel stellt Urwyler erneut frei

Die Insel Gruppe akzeptiert zwar das Gerichtsurteil, will aber das Arbeitsverhältnis mit Natalie Urwyler - zumindest vorläufig - nicht mehr aufnehmen.

Der Rechtsstreit zwischen Urwyler und der Insel Gruppe könnte sich weiter hinziehen (Symbolbild).

Der Rechtsstreit zwischen Urwyler und der Insel Gruppe könnte sich weiter hinziehen (Symbolbild). Bild: Manu Friederich (Archiv)

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Seit 2014 kämpft Natalie Urwyler gegen die Kündigung des Inselspitals. Sie bekam vom Berner Obergericht Recht. Von Seiten des Inselspitals hiess es, man akzeptiere das Urteil. Urwyler ist also offiziell noch Angestellte der Insel Gruppe. Doch schon am Mittwoch war abzusehen, dass das Arbeitsverhältnis zwischen Urwyler und der Insel massiv gestört ist. Die Insel liess in einer Mitteilung verlauten, dass eine Freistellung unter den gegebenen Umständen nicht ausgeschlossen sei. Diese Option wurde nun zur Gewissheit. Am Donnerstag erhielt Urwyler ein Schreiben der Insel Gruppe, laut dem sie «von der Verpflichtung zur Arbeitsleistung freigestellt» wird. Das Vertrauensverhältnis zwischen den Parteien sei nach der verbindlichen Feststellung sowohl des Regionalgerichts Bern-Mittelland als auch des Obergerichts in einer Schwere gestört, dass keine Vertrauensbasis mehr zustande kommen könne. Urwyler selber dokumentiere ihr Misstrauen in der Forderung, dass sie über die Modalitäten ihrer Wiedereinstellung ausschliesslich mit dem Direktionspräsidenten verhandeln wolle, heisst es weiter.

Fürsprecher P. Steinegger antwortet darauf in einem Schreiben, dass das belastete Vertrauensverhältnis auf das Verhalten der Inselgruppe zurückzuführen sei. «Dieses kann nicht zur Begründung der Freistellung dienen.» Ausserdem verstehe es sich ohne weiteres, so Steinegger in der Mitteilung, dass Frau Urwyler nicht mit Leuten verhandeln könne, die eine jahrelange Diskriminierung und eine Rachekündigung zu verantworten hätten. Nun bleibe abzuwarten, wie es weitergehe, sagt Steinegger auf Anfrage. Die Insel hatte zuvor nicht nur die Freistellung, sondern auch die Kündigung als mögliche Massnahme angekündigt. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 30.08.2018, 15:08 Uhr

Artikel zum Thema

Insel anerkennt die Niederlage und ringt um eine Lösung

Die Insel Gruppe akzeptiert das Gerichtsurteil, das die Weiterbeschäftigung von Natalie Urwyler verlangt. In den Dialog mit der Ärztin ist sie trotzdem nicht getreten. Mehr...

Eine Frage der Gleichstellung

Im Fall der vom Berner Inselspital entlassenen Ärztin Natalie Urwyler geht das Gericht von einer Rachekündigung aus. Ein Bericht zeigt: Das ist ein seltener Fall. Mehr...

Obergericht gibt entlassener Ärztin recht

Gemäss dem Entscheid des Obergerichts kann die Ärztin Natalie Urwyler wieder am Inselspital arbeiten. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Paid Post

Freizeit und Reisen

Viele Ausflugsziele für den «goldenen Herbst» finden Sie in der aktuellen SBB Zeitungsbeilage «Freizeit und Reisen».

Kommentare

Werbung

Immobilien

Die Welt in Bildern

Das grösste Tier der Erde: Ein Besucher des Royal National Parks, südlich von Sydney, Australien, betrachtet einen toten Wal, der an die Wattamolla Beach angespült wurde. (24. September 2018).
(Bild: Dean Lewins) Mehr...