Gesucht sind weitere Geldgeber

Die Kinemathek Lichtspiel erhält von der Stadt Bern nun doch mehr Mittel. Nun sollen auch Bund und Kanton zu einem Beitrag bewogen werden.

Das Lichtspiel im Berner Marziliquartier erhält markant höhere Subventionen. (Archiv)

Das Lichtspiel im Berner Marziliquartier erhält markant höhere Subventionen. (Archiv) Bild: Urs Baumann

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«Hocherfreut und bestärkt»: So umschreibt David Landolf den Gemütszustand, der in der Kinemathek Lichtspiel herrscht, seit man erfahren hat, dass die Stadt Bern ihre Subvention ab 2020 markant erhöht – von 10'0000 auf neu 220'000 Franken jährlich.

Letzten Mai sah es für das Kino im Berner Marzili, das in erster Linie ein Archiv ist, düster aus. Zwar stellte die Stadt im Entwurf der Vierjahresplanung mehr Geld in Aussicht, doch lange nicht so viel, wie nötig gewesen wäre, um den Betrieb in der jetzigen Form weiterzuführen.

Darum aktivierte das Lichtspiel-Team Fans, Freunde und Partner: 2462 Personen unterzeichneten eine Petition an den Gemeinderat für eine angemessene Finanzierung des Lichtspiels. Und im Rahmen der Vernehmlassung gingen zahlreiche entsprechende Stellungnahmen ein – so viele wie für keine andere Institution.

Regisseure wie Fredi Murer oder Clemens Klopfenstein, die selber Teile ihres Werks dem Lichtspiel-Archiv übergeben haben, betonten die Wichtigkeit für die bernische und schweizerische Filmszene. Auch namhafte Institutionen meldeten sich, darunter das Deutsche Filminstitut, das Schweizerische Sozialarchiv, die Fotostiftung Schweiz oder Vertreter von Universitäten. Der Tenor: Das Lichtspiel ist als Kompetenzzentrum für Archivierungsfragen Gold wert.

Das hat man mittlerweile auch bei der Stadt erkannt und die angedachte Subvention nochmals aufgestockt. Zudem will die städtische Kulturabteilung das Lichtspiel künftig dabei unterstützen, weitere Geldgeber – bei Kanton, Bund oder Stiftungen – zu finden. Schliesslich sei es nicht an der Stadt alleine, eine Institution zu finanzieren, die so stark über Bern hinausstrahle, sagte Stadtpräsident Alec von Graffenried (GFL) gestern. (Der Bund)

Erstellt: 06.12.2018, 17:54 Uhr

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