Flughafen Belp profitiert von YB-Erfolg

Nach dem Konkurs von Sky Work flogen die Berner am Montag mit einer Deutschen Airline nach Turin. Für den Flughafen Belp sind die YB-Abflüge eine wichtige Einnahmequelle.

Die YB-Spieler am Flughafen Bern - ein paar Schritte vor dem Einstieg in die Maschine der Berliner Fluggesellschaft Germania.

Die YB-Spieler am Flughafen Bern - ein paar Schritte vor dem Einstieg in die Maschine der Berliner Fluggesellschaft Germania. Bild: Thomas Hodel/Keystone

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Das Grounding der Berner Airline Sky Work hat auch für die Mannschaft der Berner Young Boys Konsequenzen. Für die Reise nach Turin, wo die Mannschaft am Dienstag gegen Juventus das erste Auswärtsspiel in der Champions League Gruppenphase bestreitet, bestieg die Mannschaft am Montagmittag am Flughafen Bern Belp eine Maschine der Berliner Fluggesellschaft Germania.

Zwar sei man zu europäischen Auswärtsspielen immer wieder und sehr gerne mit Sky Work gereist, eine vertraglich festgeschriebene Zusammenarbeit gab es aber nicht, sagt Stefan Stauffiger von der YB-Medienstelle auf Anfrage. «Insofern ist es nicht so, dass mit dem Grounding für uns ein fester Vertragspartner entfällt», so Stauffiger. Dennoch bedaure man bei YB das Grounding sehr. «Wir sind jeweils sehr gerne mit der Berner Airline ab Bern gereist und wir sind stets bemüht, wann immer möglich ab Bern-Belp zu fliegen.»

Offenbar ist es nun kein Problem, andere zahlbare Charterflüge zu finden, welche für YB in Bern-Belp landen. Und wie Stauffiger sagt, ändert sich im Vorgehen bei der Reiseplanung von YB auch gar nicht viel. Wie bisher müsse man die einzelnen Möglichkeiten prüfen und sich danach für das beste Angebot entscheiden. «Dabei sind unterschiedliche Kriterien, wie etwa die benötigte Grösse oder die Reichweite des Flugzeugs, relevant.»

Aus der Zusammenarbeit von YB und der Berliner Gesellschaft Germania scheint aber keine dauerhafte Partnerschaft zu entstehen. Zu den anderen noch anstehenden Auswärtsspiele von YB in der Champions League in Valencia und in Manchester wird die Mannschaft voraussichtlich mit Helvetic reisen, wie der Verein auf Anfrage mitteilt.

Wichtige Einnahmen für Flughafen Bern

Nach dem Grounding von Sky Work teilte YB mit, weiterhin ab dem Flughafen Bern-Belp zu den Auswärtsspielen im Ausland fliegen zu wollen. Da YB in dieser Saison Fussballstadien in ganz Europa bespielt und in Bern auch europäische Gäste empfängt, ist dieses Bekenntnis zum regionalen Flughafen auch für Mathias Gantenbein, Direktor des bernischen Flughafens, wichtig. «Wir schätzen die Treue von YB und übrigens auch vom SCB sehr», sagt er.

Über die Treue und die emotionale Verbundenheit zum Berner Fussball hinaus seien die YB-Flugreisen ab und nach Bern aber auch wichtig für den Flughafenbetrieb. «Das zeigt einerseits, dass der Flughafen Bern für Regionale durchaus einen Nutzen bringt. Andererseits sind Charterflüge in dieser Grösse für uns auch finanziell wichtig», so Gantenbein weiter. Alleine die Mannschaft von YB startet und landet für die Auswärtsspiele in der Champions-Legaue-Gruppenphase sechs Mal in Bern. Bei drei Heimspielen besteht zudem die Möglichkeit, dass die YB-Gegner ebenfalls den Berner Flughafen ansteuern. Insgesamt könnten damit bis im Dezember bis zu zwölf Mal Charter-Jets mit Fussballmannschaften in Bern starten und landen.

«Mit Passagiertaxen, Lande- und Handlinggebühren kommt bei Maschinen in dieser Grösse pro Hin- und Rückflug ein hoher vierstelliger Betrag zusammen», sagt Gantenbein. Für einen kleinen Flughafen, der vom gemischten Verkehr lebe, seien solche Gebühren sehr wichtig. Ausserdem sei es jedes Mal auch schön, die Sportler in Bern zu begrüssen. «Diese Flüge sind immer auch sehr motivierend für unser Personal», sagt der Flughafendirektor. (Der Bund)

Erstellt: 01.10.2018, 16:34 Uhr

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