Feuerwehrkaserne wird temporäres Asylzentrum

Die Berner Feuerwehrkaserne, aus welcher die Berufsfeuerwehr der Stadt Bern gegen Ende dieses Jahres auszieht, wird vorübergehend zur Asylunterkunft.

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Die Feuerwehr-Kaserne an der Viktoriastrasse wird vorübergehend zur Asylunterkunft. Das hat der Berner Gemeinderat beschlossen.

Laut einer Mitteilung der Berner Stadtregierung soll die Feuerwehrkaserne im Berner Spitalackerquartier mittel- und langfristig - wie schon länger bekannt ist - dem Wohnen dienen. Doch dauert es bis Ende 2017 oder Anfang 2018, bis ein Wettbewerb für Planer und Investoren durchgeführt ist und die Bauarbeiten beginnen.

Deshalb will der Berner Gemeinderat bis zu diesem Zeitpunkt das Gebäude sinnvoll zwischennutzen. Dafür biete sich wegen der Notlage im Asylwesen eine Asylunterkunft an. Die Feuerwehrkaserne verfüge über die nötigen Einrichtungen wie Schlafzimmer, Sanitärräume und eine Küche. Der Gemeidnerat geht von einer Belegung mit rund 100 Asylsuchenden aus.

Die Feuerwehrkaserne soll nach dem Auszug der Berufsfeuerwehr aber auch vorübergehend für schulische Zwecke dienen: Die Stadt Bern braucht wegen der bevorstehenden Sanierung einer Turnhalle und anderen Projekten Ersatzflächen. Zudem will die Stadtregierung das Gebäude im Rahmen der Zwischennutzung auch dem Quartier überlassen.

Die Berufsfeuerwehr Bern zieht im Dezember in den neuen Feuerwehrstützpunkt in der Nähe des Autobahnanschlusses Bern-Forsthaus.

Hochfeld wegen Notlage weiter offen

Es sei erfreulich, dass die Stadt Bern mit der Feuerwehrkaserne dem Kanton nun eine oberirdische Asylunterkunft zur Verfügung stellen könne, schreibt die Stadtregierung. Sie hält die bestehende, umstrittene Asylunterkunft in der Zivilschutzanlage Hochfeld im Länggassquartier weiterhin für ungeeignet.

Gegen die Nutzung der Zivilschutzanlage Hochfeld ist es in Bern wiederholt zu Protesten gekommen.

Dennoch hat der Berner Gemeinderat beschlossen, sie dem Kanton weiterhin zur Verfügung zu stellen. Dies «im Rahmen der gemäss Gebäudeversicherung Bern maximal zulässigen Belegungsvorschriften», wie es in der Mitteilung heisst.

Als Begründung gibt der Berner Gemeinderat die von der Kantonsregierung im Juli dieses Jahres aufgerufene Notlage im Asylbereich an. Der Kanton hat mehrere Gemeinden, unter ihnen die Stadt Bern, angewiesen, ihm Unterkünfte zur Verfügung zu stellen.

Die Zivilschutzanlage bleibe offen, «solange die Notlage andauert und keine zusätzlichen oberirdischen Plätze zur Verfügung stehen.»

hjo/sda

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