Eine Nacht im Zeichen des Friedens

An der Nacht der Religionen in der Stadt Bern begegneten sich Samstagabend rund 1000 Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen.

Menschen aus unterschiedlichen Kulturen treffen sich an der Nacht der Religionen in Bern.

Menschen aus unterschiedlichen Kulturen treffen sich an der Nacht der Religionen in Bern.

(Bild: zvg)

Adrian Schmid@adschmid

Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass ein singalesisch-buddhistischer Mönch und ein tamilischer Hindupriester in einer Podiumsdiskussion miteinander sprechen - acht Jahre nach dem Ende des blutigen Bürgerkrieges in Sri Lanka. An der Nacht der Religionen in der Stadt Bern kam es trotzdem zu diesem Treffen. In diesem Jahr stand der Anlass unter dem Motto «Zeit für Frieden».

Nach Angaben der Organisatoren nahmen am Samstagabend rund 1000 Menschen an der Nacht der Religionen teil. An 12 Orten in der Stadt Bern fanden Veranstaltungen statt. Dabei habe es überall «kleine Hoffnungsschimmer für den Frieden» gegeben, heisst es in einer Mitteilung.

So begegneten sich auch schiitische und sunnitische Imame und Gläubige. Tänze und Gesänge aus alevitischer und christlicher Tradition liessen Verbindendes hör- und sichtbar werden. Buddhisten, Shiks und Christen sprachen über den Umgang mit Gewalt und Frieden in ihren Religionen. Hindus und Menschen mit jüdischem Glauben fragten, warum es mancherorts Krieg um den wahren Glauben gibt. Zudem diskutierten Theologiestudierende mit Freidenkern und Altruisten darüber, ob es mit oder ohne Religion mehr Frieden gebe.

Eröffnung durch den Stadtpräsidenten

Die heurige Nacht der Religionen habe «auf eindrückliche Weise» gezeigt, dass die grossen und kleineren Religionsgemeinschaften in Bern «ihre Verpflichtungen zum Frieden ernst nehmen» und bereit seien, einen Beitrag dazu zu leisten, schreiben die Veranstalter.

Eröffnet wurde die Nacht der Religionen von Stadtpräsident Alec von Graffenried (GFL). Er sagte, dass Frieden kein Zustand sei und auch nicht alleinig die Abwesenheit von Krieg bedeute. Vielmehr sei Frieden ein «erstrebenswerter Idealzustand» einer Gesellschaft, in der die Rechte aller gewahrt und Minderheiten geschützt würden.

Die Nacht der Religionen in Bern fand in diesem Jahr zum zehnten Mal statt.

Der Bund

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