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Der Sommer ist zu heiss fürs Thema Planungsmehrwert

Die Unterschriftensammlung der Stadtberner Bürgerlichen gegen das Reglement harzt. Nun hilft ein Flüchtling beim Sammeln.

Das Sammeln von Unterschriften für das Reglement über die Planungsmehrwertabgabe gestaltet sich schwierig. (Symbolbild/Archiv)

Das Sammeln von Unterschriften für das Reglement über die Planungsmehrwertabgabe gestaltet sich schwierig. (Symbolbild/Archiv)

(Bild: Michel Canonica)

Bernhard Ott@Ott_Bernhard

An ihm führt kein Weg vorbei. «Hallo, hallo», sagt der dunkelhäutige Mann und streckt dem Kunden vor dem Grossverteiler einen Unterschriftenbogen unter die Nase. Ob man in der Stadt Bern lebe und gerne billig wohne, fragt er in gebrochenem Deutsch. Aber ja doch, worum es denn gehe, lautet die Gegenfrage. In der Stadt seien die Wohnungen sehr teuer, teurer als in Ostermundigen, sagt der Mann und deutet auf den Bogen. Wolle man etwas ändern, müsse man hier unterschreiben. «Volksvorschlag Wohnungsbau unterstützen statt verhindern», steht auf dem Papier zu lesen. Das klingt einleuchtend. Bei genauer Lektüre stellen sich aber Fragen. Worum geht es beim Reglement über die Planungsmehrwertabgabe? Wer hat da was beschlossen, und warum sollte das schädlich sein? Vom Unterschriftensammler ist hierzu nichts Genaueres zu vernehmen. Er sei Flüchtling und lebe seit zehn Jahren in der Nähe von Bern, sagt der Mann. Seine Instruktion ging offenbar nur so weit, die Leute nach ihrem Wohnsitz zu fragen und mit dem Stichwort billiger Wohnen anzulocken.

Der Bund

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