Bye, bye Storch

Das Berner Storchennest ist seit vier Tagen leer. Die Vogelfamilie ist in den Süden aufgebrochen.

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Am 19. Juli haben die beiden Altstörche zum letzten Mal in ihrem Nest an der Berner Papiermühlestrasse übernachtet. Um viertel nach sechs am nächsten Morgen hat die Kamera das letzte Bild von ihnen geschossen. Der Jungstorch war am 17. Juli frühmorgens zum letzten Mal auf einem Bild der Webcam zu sehen. Die Berner Störche sind vermutlich ausgeflogen.

Das sei normal, sagt der Storchenspezialist Tobias Salathe. Er ist Präsident von Storch-Schweiz. «Ende Juli brechen die Störche langsam auf.» Das liege in ihren Genen.

In einer ersten Etappe seien sie vielleicht nach Avenches geflogen. Dort gebe es andere Storchenbruten. Die Vögel versammeln sich und fliegen in Gruppen, die bis zu 150 Störche zählen können, weiter. Die Reise führt sie durch das Rhonetal in die Pyrenäen und von dort bis nach Gibraltar oder gar Nordafrika. Der Flug dauert nur ein paar Tage – in einer durchschnittlichen Tagesetappe fliegt ein Storch 200 Kilometer.

Nicht alle Störche zögen aber gen Süden, sagt Salathe. Rund 180 Störche überwinterten in der Schweiz. Einige blieben auf ihrer Reise «unterwegs hängen». Vor allem offene Abfallhalden, wie es sie bei Madrid gebe, sei für die Störche attraktiv, weil sie viel Nahrung böten. Die beiden Storcheneltern dürften im Frühling wieder nach Bern zurückkehren. Bis der Junge wieder kommt, dauert es drei bis vier Jahre – falls er sich nicht an einem anderen Ort niederlässt. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 24.07.2017, 12:39 Uhr

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