Brand in der Berner Altstadt: Keine Schwerverletzten

Der Dachstockbrand im Morell-Haus hat offenbar keine Schwerverletzten gefordert. Zwei Personen sind für nähere Abklärungen ins Spital geführt worden.

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In der Berner Altstadt ist am Montag der Dachstock eines unbewohnten Patrizierhauses in Brand geraten. Sechs Personen aus einem Nachbarhaus wurden evakuiert. Zwei Personen wurden zur Kontrolle in ein Spital gebracht. Die Feuerwehr stand auch in der Nacht im Einsatz.

Der Brand im Dachstock des Hauses an der Postgasse war der Polizei gegen 19.20 Uhr gemeldet worden, wie die Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland am Abend mitteilte. Die Feuerwehr rückte mit einem Grossaufgebot aus. Das Feuer war gegen 21:30 Uhr unter Kontrolle, wie die Kantonspolizei Bern gegenüber der Agentur Keystone-SDA sagte. Die Löscharbeiten dauerten allerdings bis in die Nacht an.

Ernsthaft verletzt wurde niemand. Zwei Männer wurden laut Staatsanwaltschaft zur Kontrolle in ein Spital gebracht. Bei einem bestand der Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung, der andere wies andere gesundheitliche Beschwerden auf. Sechs Personen aus einem Nachbargebäude wurden vorsorglich evakuiert. Ob sie alle in ihrer Wohnungen zurückkehren konnten, war am Abend noch unklar.

Renovationen im Haus

Bei dem vom Brand betroffenen Gebäude handelt es sich laut Staatsanwaltschaft um das sogenannte «Morell-Haus».

Das Haus wird von der Stadt saniert. Im Juli 2017 hatte der Berner Gemeinderat dafür 4,2 Millionen Franken bewilligt. Geplant sind 2- und 3-Zimmer-Wohnungen für verschiedene Bedürfnisse. Das Morell-Haus ist ein denkmalgeschütztes Patrizierhaus, das seit 1861 der Stadt für verschiedene öffentliche Nutzungen diente. Bei der Sanierung des Morell-Hauses kamen kürzlich Funde zum Vorschein, die von Fachleuten als Sensation bezeichnet werden.

Die Brandursache ist unklar. Die Polizei nahm dazu die Ermittlungen auf. Das Feuer richtete Sachschaden in noch unbekannter Höhe an.

Altstadt in Rauch gehüllt

Die Altstadt war am Abend in Rauch gehüllt. Das Gebiet war zeitweise grossräumig abgesperrt worden. Später waren noch die Buslinien 12 und 30 eingeschränkt, die Strecke zwischen der Unteren Gerechtigkeitsgasse und der Nydeggbrücke war gesperrt. Im Einsatz standen gemäss Angaben der Feuerwehr Stadt Bern auf Twitter die Berufsfeuerwehr Bern, die Feuerwehr Ostermundigen, die Polizei sowie die Sanitätspolizei Bern.

(sda/db/mon)

Erstellt: 09.07.2018, 19:50 Uhr

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