Bewohner der Engehalbinsel wollen ihre Kirche behalten

Die Matthäus-Kirche im Berner Rossfeld soll weiterhin öffentlich genutzt werden. Das fordern 1680 Bewohner der Engehalbinsel mit ihrer Unterschrift unter einer Petition.

Die Reformierte Kirche auf der Engehalbinsel soll weiterhin öffentlich genutzt werden.

Die Reformierte Kirche auf der Engehalbinsel soll weiterhin öffentlich genutzt werden. Bild: wikimedia

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Lanciert wurde die Bittschrift von der Kirchgemeinde Matthäus Bern und Bremgarten zusammen mit dem Leist der Engehalbinsel. Die Unterschriftenzahl sei beachtlich, wenn man bedenke, dass es im Quartier rund 2000 Haushalte gebe, schrieben Kirchgemeinde und Leist in einem Communiqué vom Montag.

Sie befürchten, dass die Kirche an einen privaten Unternehmer verkauft werden könnte. Ein angemessenes Kirchen- und Quartierleben wäre dann nicht mehr möglich.

Am Mittwoch berät der Kleine Kirchenrat der Gesamtkirchgemeinde Bern über die Zukunft von Kirche, Kirchgemeinde- und Pfarrhaus im Rossfeld. Tatsächlich habe ein Privater Interesse signalisiert, sagte Andreas Hirschi, der Präsident des Kleinen Kirchenrats, auf Anfrage.

Im Vordergrund scheint allerdings eine andere Lösung zu stehen: Die Stadt Bern interessiert sich für alle drei Liegenschaften. Das Kirchgemeinde- und das Pfarrhaus könnte sie als Schulraum nutzen, die Kirche als Standort der Schulbibliothek.

Für die Matthäusgemeinde wäre das eine gute Lösung. «Die Bedürfnisse des Quartiers könnten so berücksichtigt werden», schreibt sie in ihrem Communiqué. Die Kirchgemeinde hatte sich 2014 bereit erklärt, aus Spargründen auf ihre Kirche zu verzichten und ihre Gottesdienste stattdessen im katholischen Zentrum im Tiefenau-Quartier abzuhalten. Die Lösung zerschlug sich allerdings.

Kein Einzelfall

In Bern steht zurzeit die Umnutzung von mehreren Kirchen und kirchlichen Liegenschaften zur Diskussion, wie Kirchgemeinderatspräsident Hirschi in Erinnerung rief. Bekanntestes Beispiel ist die Friedenskirche im Mattenhof-Quartier. Für sie ist noch keine Lösung in Sichtweite.

In mehreren Fällen interessiert sich die Stadt für die Nutzung von kirchlichen Liegenschaften - insbesondere, um zusätzlichen Schulraum zu schaffen. (rho/SDA)

Erstellt: 12.12.2016, 16:55 Uhr

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