Bern schliesst Planungsphase für neue Velobrücke ab

Der Berner Gemeinderat legt dem Stadtrat eine Kreditvorlage für die Durchführung eines Projektwettbewerbs vor.

Der Berner Gemeinderat legt dem Stadtrat eine Kreditvorlage für die Durchführung eines Projektwettbewerbs für eine neue Fussgänger- und Velobrücke über die Aare vor.

Der Berner Gemeinderat legt dem Stadtrat eine Kreditvorlage für die Durchführung eines Projektwettbewerbs für eine neue Fussgänger- und Velobrücke über die Aare vor.

(Bild: Keystone Gaetan Bally)

Auf dem Weg hin zu einer neuen Fussgänger- und Velobrücke hoch über der Aare wechselt die Stadt Bern nun von der Planungs- zur ersten Projektierungsphase: Der Berner Gemeinderat legt dem Stadtrat eine Kreditvorlage für die Durchführung eines Projektwettbewerbs vor.

Die Wahl der genauen Linienführung und damit die Planungsphase sei nun beendet, teilte die Berner Stadtregierung am Freitag mit. Mit dem Wettbewerb gehe es nun um die Erarbeitung eines konkreten Brückenprojekts.

Für diesen Schritt soll der Berner Stadtrat einen bereits 2014 genehmigten Planungskredit von 0,56 Millionen Franken auf 1,95 Millionen Franken erhöhen. Der Kanton beteiligt sich laut der Mitteilung an den Planungskosten.

Hausabbruch nicht nötig

Der Berner Gemeinderat veröffentlichte am Freitag auch seinen Vortrag an den Stadtrat. Daraus geht hervor, dass die städtische Direktion für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün nun auf eine Variante verzichtet, welche den Abbruch einer Liegenschaft bedingt hätte. Dies nach schriftlichen Rückmeldungen in der Vernehmlassung.

Nach wie vor soll aber die Brücke von der Polygonstrasse im Breitenrainquartier zum hinteren Teil der Inneren Enge auf der anderen Seite des Aaretals führen.

Aufgrund verschiedener Eingaben und Forderungen im Mitwirkungsverfahren seien deutlich mehr Varianten untersucht worden als ursprünglich geplant, steht im Vortrag auch. «Dieser intensive partizipative Prozess verzögerte zwar die Fertigstellung der Variantenbeurteilung um rund ein halbes Jahr, war jedoch für die Lösungsfindung sehr wertvoll.»

An einem Informationsabend Mitte Mai in Bern war klar geworden, dass die geplante Brücke bei etlichen Anwohnern auf Widerstand stösst. Sie befürchten einschneidende Veränderungen durch eine neue Brücke über ihrem Wohngebiet.

Quartiervertreter reden mit

Sobald die Wettbewerbsarbeiten fürs Brückenprojekt vorliegen, wird eine Jury diese unter die Lupe nehmen. Ihr werden nebst Fachleuten und Behörden auch Delegierte der Quartierorganisationen angehören.

Die Kosten für die Brücke wurden bisher auf 18 Millionen Franken geschätzt. Die Stadt Bern geht davon aus, dass sich Kanton und Bund beteiligen.

Im Jahr 2017 möchte der Berner Gemeinderat dem Stadtrat eine Kreditvorlage für die Erarbeitung des Bauprojekts vorlegen. 2020 könnte die Volksabstimmung über den Bau stattfinden.

mis/sda

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