Beim «Tankstellenkindergarten» gibt es eine Baustelle

Lärmende Bauarbeiten sollen aber «ausschliesslich ausserhalb des Betriebs des Kindergartens» ausgeführt werden, sagen die Hauseigentümer.

Hier spielen bald Kinder: Das einstige Restaurant Schosshalde.

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Der Tonfall im Streit um den sogenannten Tankstellenkindergarten im einstigen Restaurant Schosshalde wird schärfer. «Es gibt in der Umgebung nicht ein Gebäude, das ungünstiger liegt», heisst es in einem Schreiben ans städtische Schulamt, das auf der Webpage besorgter Eltern neu aufgeschaltet wurde. Die «massiv gefährliche Lage» und die Schadstoffbelastung durch den Verkehr und die nahe Tankstelle seien so gravierend, «dass wir nicht gewillt sind, diese ‹Lösung› einfach so hinzunehmen», schreibt ein Elternpaar. Schulamtsleiterin Irene Hänsenberger hatte gegenüber dem «Bund» versichert, dass die Verkehrsplanung die Schulwegsicherheit prüfe und das Amt für Umwelt die Schadstoffbelastung als vertretbar ­erachte.

Einbau von Wohnungen geplant

Wenig zur Besänftigung der Gemüter dürfte ein bisher unbekannter Aspekt beitragen: Während des Kindergartenprovisoriums sollen Bauarbeiten in der Liegenschaft durchgeführt werden. Zurzeit ist ein Baugesuch hängig, das die ­Sanierung der bestehenden Wohnungen, den Einbau zweier Wohnungen in der einstigen Restaurantküche im ersten Stock und den Einbau eines Ladenlokals vorsieht. Lärmende Bauarbeiten würden aber ausschliesslich vor Beginn des Kindergartenjahres im kommenden August oder «ausserhalb des Betriebs des Kindergartens» ausgeführt, versichert Georg Volz von der Baugenossenschaft Terra Bern in einer schriftlichen Stellungnahme. Dies sei «mietvertraglich» mit der Stadt so vereinbart worden. Während des Betriebs des Kindergartens sei «weder mit Baustellenverkehr noch mit Lärm- und Schmutzemissionen zu rechnen».

Neue Einzelheiten gibt es zum Thema Verkehrssicherheit: So soll das Konfliktgrün für Fussgänger an der Kreuzung Muri- und Schosshaldenstrasse nach Möglichkeit vermieden werden, hält Schulamtsleiterin Hänsenberger in der Antwort auf das Schreiben der Eltern fest. Diese sorgen sich, dass Kindergärteler und Rechtsabbieger von der Muri­strasse Richtung Schosshalde gleichzeitig Grün haben. (Der Bund)

Erstellt: 29.05.2015, 08:06 Uhr

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