Alhambra leidet unter Streik in Indien

Das ehemalige Kitag-Kino am Berner Hirschengraben zeigt vorerst ausschliesslich synchronisierte Mainstream-Filme.

Kino-Betreiber Kirithas Balasubramaniam bekommt wegen eines Streiks keine neuen tamilischen Filme.

Kino-Betreiber Kirithas Balasubramaniam bekommt wegen eines Streiks keine neuen tamilischen Filme.

(Bild: Franziska Rothenbühler)

Ab nächsten Donnerstag zeigt das vor kurzem geschlossene Kino Alhambra wieder Filme. Der neue Betreiber des Alhambra, Kirithas Balasubramaniam, äusserte gegenüber dem «Bund» Absichten, neben Hollywoodblockbustern auch Kollywoodfilme zu zeigen, also tamilischsprachige Filme aus dem indischen Bundesstaat Tamil Nadu. Diese sind bei der grossen tamilischen Diaspora in der Schweiz – zu der auch Balasubramaniam gehört – besonders beliebt.

Doch nun findet sich auf dem aktuellen Kinoprogramm kein einziger tamilischer Film. «Wegen eines Streiks bei der Produktion gibt es leider keine neuen Filme», sagt Balasubramaniam auf Anfrage. Tatsächlich sind seit dem 1. März keine tamilischen Filme mehr veröffentlicht worden. Das Onlineportal Tamil.de berichtet von über 30 Filmen, welche sich auf der Warteliste befinden und erst bei einem Ende des Streiks nach und nach veröffentlicht werden.

Die Neueröffnung des Alhambra – eines der grössten Kinos der Innenstadt – hatte sich in der Vergangenheit bereits mehrmals verzögert. Bis Ende Februar wurde das Kino am Hirschengraben noch von Kitag-Cinemas betrieben. Aufgrund einbrechender Besucherzahlen hat sich Kitag aber mittlerweile fast komplett aus der Innenstadt zurückgezogen. Stattdessen eröffnete die Kinokette vor kurzem ein neu gebautes Multiplexkino an der Autobahn in Muri.

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