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Mehr Lohn für Primarlehrer

Ab August 2020 stuft der Kanton Bern Lehrerinnen und Lehrer des Kindergartens, der Primar- und der Musikschule eine Gehaltsklasse höher ein.

Die Arbeit im Primarschulzimmer soll ab nächstem Sommer besser bezahlt werden.
Die Arbeit im Primarschulzimmer soll ab nächstem Sommer besser bezahlt werden.
Sabina Bobst

In den vergangenen Jahren wurde die Forderung abgelehnt, nun hat sie eine Mehrheit gefunden: Der bernische Regierungsrat will die Löhne aller Primarlehrkräfte von Gehaltsklasse 6 auf Gehaltsklasse 7 erhöhen und hat am Mittwoch auch die Zustimmung des Grossen Rats erhalten. Dieser nahm den entsprechenden Punkt einer Motion von EVP-Grossrätin Christine Grogg-Meyer einstimmig an. Wenn die Forderung nächste Woche auch noch bei der Budgetdebatte akzeptiert wird, kann die Neueinteilung per 1. August 2020 erfolgen. Der Einstiegslohn steigt dann von 5663 auf 5912 Franken im Monat. Das gilt gemäss Regierungsrat auch für Kindergartenlehrkräfte sowie Musikschullehrerinnen und -lehrer.

20 Millionen mehr

In den Informationen zum Budget 2020 hält der Regierungsrat fest, diese Gehaltsverbesserung sei nötig: Ein interkantonaler Vergleich habe aufgezeigt, dass wesentliche Bereiche der Anstellungsbedingungen im Kanton Bern gegenüber anderen Kantonen Nachteile aufweisen. Die Regierung rechnet mit jährlichen Mehrkosten von 20 Millionen Franken. Eine weitere Erhöhung in die Gehaltsklasse 8 im Finanzplan vorzusehen, lehnte sie allerdings als unrealistisch ab, worauf die EVP diese Forderung zurückzog.

Keine Einschränkungen

Dass die Fächer Sport und Werken ausschliesslich fachlich und pädagogisch ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer unterrichten dürfen, forderte SP-Grossrätin Andrea Zryd in einem Vorstoss. Sie lancierte damit im Grossen Rat eine Debatte, wie die «Berner Zeitung» berichtet. Der Regierungsrat hatte in seiner Vorstossantwort darauf aufmerksam gemacht, dass sich im Kanton Bern die Regelung bewährt habe, wonach auch Personen ohne pädagogische Ausbildung angestellt werden können. Dies etwa in Zeiten wie den aktuellen, in denen Lehrermangel herrsche und Stellen nur schwer zu besetzen seien. Es sei an den Gemeinden, adäquate Lehrkräfte anzustellen. Falls Lehrerinnen und Lehrer die Ausbildungsanforderungen nicht vollumfänglich erfüllten, gebe es Massnahmen, die einen guten und sicheren Unterricht trotzdem ermöglichen könnten, hielt der Regierungsrat fest. Auch der Grosse Rat wollte die bestehende Regelung nicht ändern und lehnte den Vorstoss ab.

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