Mal sehen, was eine Jury so macht

Wie werden Bauprojekte beurteilt? Die Jury, die sich mit dem Helvetiaplatz in Bern befasst, gibt Einblick in ihre Arbeit.

Der Helvetiaplatz im Berner Kirchenfeld hat die Funktion eines Foyers für das Museumsquartier.

Der Helvetiaplatz im Berner Kirchenfeld hat die Funktion eines Foyers für das Museumsquartier.

(Bild: Urs Baumann)

Erstmals tagt in Bern eine Projektjury öffentlich: Jedermann kann dabei sein, wenn sich das Gremium mit den 20 Eingaben von Planern für die Umgestaltung des Helvetiaplatzes befasst.

Das teilte die Stadt Bern am Montag mit. Die Jurierung erfolgt an drei Tagen im April – am 1., am 2. und am 30. April. Am letzten Tag wird das Siegerprojekt erkoren.

Für die Besucher der öffentlichen Jurierung gelten strenge Regeln. Sie dürfen nicht selber an den Diskussionen teilnehmen, keine Gespräche mit Jurymitgliedern führen und nichts ausplaudern. Ausserdem dürfen sie nicht fotografieren, nicht filmen und keine Tonaufnahmen machen. Wer sich nicht an die Regeln hält, wird weggewiesen.

Wer der Jury einen Besuch abstatten möchte, kann sich unangemeldet an der Morgartenstrasse 2c in Bern einfinden.

Die Termine: - Montag, 1. April: 13.30 bis zirka 17.30 Uhr. - Dienstag, 2. April: 9 bis 12 Uhr und 13.30 bis zirka 17.30 Uhr. - Dienstag, 30. April: 9 bis 12 Uhr und 13 bis zirka 18.30 Uhr.

Bauvorhaben frühzeitig kennenlernen

Mit der öffentlichen Jurierung soll die Bevölkerung Gelegenheit erhalten, einen Einblick in den Beurteilungsprozess zu bekommen und ein Bauvorhaben frühzeitig kennenzulernen. Der Entscheid der Jury werde so nachvollziehbar, erklärte Gemeinderätin Ursula Wyss (SP) in einem Communiqué.

Der Helvetiaplatz im Kirchenfeldquartier wird heute vom Verkehr dominiert. Die Stadt Bern möchte ihn aufwerten und zu einem attraktiveren Ort machen – sowohl für die ansässige Bevölkerung als auch für die Besucher des Museumsquartiers.

db/SDA

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