Länggass-Tram könnte Debatte um zweite Tramachse beleben

Mit dem neuen Projekt stellt sich die Frage einer Zusatzachse durch die Altstadt.

Das Tram in die Länggasse könnte neuen Schwung in die Tram-Debatte bringen.

Das Tram in die Länggasse könnte neuen Schwung in die Tram-Debatte bringen. Bild: Manuel Zingg

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Fast genau einen Monat nach dem knappen Ja zum Ostermundigen-Tram in der kantonalen Volksabstimmung präsentierte Regierungsrätin Barbara Egger (SP) gestern das Ergebnis der Vorabklärungen zum nächsten Stadtberner Tramprojekt. Laut dem Bericht von Verkehrsexperten ist eine Tramlinie in die Länggasse die beste Lösung für die ÖV-Probleme im rasch wachsenden Universitätsquartier. Allerdings ist das neue Tramprojekt in einem sehr frühen Stadium. Ob es zustande kommt, wird erst der politische Entscheidungsprozess zeigen. Auch wenn alles rund läuft, geht die Tramlinie erst 2035 in Betrieb.

Mit einem Projekt für ein Länggass-Tram könnte auch ein anderer Berner Tramplan wieder Aufwind erhalten. «Die zweite Tramachse ist ein Thema, das wieder auf die Agenda kommen könnte», sagte gestern die Stadtberner Verkehrsdirektorin Ursula Wyss (SP).

Hauptbahnhof als Problemzone

Zur Erinnerung: Eine zweite Tramachse durch die Innenstadt zur Entlastung der Hauptgassen der Altstadt ist ein alter Wunsch der Stadtberner Politik. Allerdings stünde, so Wyss, im Zusammenhang mit einem Länggass-Tram nicht die Altstadt im Vordergrund. Denn dieses neue Tram würde ja mit einer der Tramlinien verknüpft, die ohnehin schon durch die Altstadt verkehren. Es würde also gar keine zusätzliche Belastung der Altstadtgassen bewirken.

Doch die zweite Tramachse sollte nicht nur die Lage in der Altstadt entspannen, sondern auch jene am Hauptbahnhof und Hirschengraben. Denn die zweite Tramachse würde auf dem Bollwerk und Bubenbergplatz an den heutigen Tramlinien vorbeigeführt. Am Hauptbahnhof wäre die Haltestelle gemäss Vorstudien nicht unter dem Baldachin, sondern seitlich davon. In dieser Hinsicht sei eine zusätzliche Tramachse für ein Länggass-Tram interessant, das am Bahnhof mit einer der anderen Tramlinien verknüpft werden müsste, erklärte Wyss. (Der Bund)

Erstellt: 04.04.2018, 06:58 Uhr

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