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Keine Flaschen gegen Ambulanz

Nach dem Unfall vom Samstag am Berner Bollwerk kam es laut Polizei zu Flaschenwürfen gegen Einsatzkräfte. Falsch hingegen sind Medienberichte, dass auch die Ambulanz betroffen gewesen wäre.

Hat es in der Samstagnacht am Berner Bollwerk tatsächlich Flaschenwürfe auf die Rettungssanität gegeben? Die Meldung, die am Sonntag für viel Aufmerksamkeit gesorgt hatte (korrigiert am 23.10.), stimmt so nicht. Diverse Medien – darunter auch der «Bund» – haben die Medienmitteilung der Berner Kantonspolizei vom Sonntagmorgen falsch interpretiert.

«Während der Unfallarbeiten wurden durch Unbekannte vom Bereich Schützenmatte her gezielt Flaschen in Richtung der Einsatzkräfte geworfen», heisst es in der Mitteilung. Dabei handelt es sich um Polizisten. Von Flaschenwürfen gegen die Ambulanz ist hingegen keine Rede.

Augenzeugen, welche sich am Mittwoch beim «Bund» gemeldet hatten, bestreiten allerdings auch die Angaben der Polizei. Obwohl sie direkt nach dem Unfall «bis lange nach der Abfahrt der Ambulanzfahrzeuge» vor Ort gewesen seien, hätten sie keine Flaschenwürfe festgestellt, schreiben diese in einem längeren Brief an die Redaktion.

Sollte sich tatsächlich ein solcher Flaschenwurf ereignet haben, könnten sie «mit Sicherheit» sagen, dass dieser weder «Agitation bei den Anwesenden noch eine Verzögerung der Unfallarbeiten ausgelöst» habe.

Polizeisprecher Dino Dal Farra bekräftigt auf Nachfrage die Darstellung der Kantonspolizei, anwesende Polizisten hätten während der Aufräumarbeiten gezielte Flaschenwürfe gegen sich festgestellt.

Zweiter Einsatz ohne direkten Zusammenhang

Ebenfalls in der Mitteilung vom Sonntag schreibt die Polizei, «zu einem späteren Zeitpunkt» habe es auf der Schützenmatte eine «Auseinandersetzung zwischen zwei Personengruppen» gegeben, bei der es erneut zu Flaschenwürfen gekommen sei.

Dies wiederum sei etwa zweieinhalb Stunden nach den Flaschenwürfen gegen die Polizisten bei der Unfallstelle geschehen, so Dal Farra. Dabei seien wiederum Flaschen in Richtung der Polizisten geflogen, welche nach dem Unfall das Bollwerk auf der Seite Neubrückstrasse gesperrt hatten.

Um sich selbst zu schützen sowie um die Personengruppen zu trennen, habe die Polizei daraufhin kurzzeitig Gummischrot eingesetzt. Direkt mit dem Unfall habe dieser Einsatz folglich nichts zu tun gehabt, so Dal Farra.

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